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16.12.2016

Freier Eintritt in den städtischen Museen für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre

Kinder im Museum Angewandte Kunst, © Foto: Anja Jahn
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Die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung stärkt mit ihrem Beschluss zur neuen Eintrittsregelung die kulturelle Bildung

(kus) Die Stadtverordnetenversammlung hat in ihrer Sitzung vom 15. Dezember beschlossen, dass ab 1. Januar 2017 der Eintritt für Kinder und Jugendliche bis zur Volljährigkeit in allen Dauer- und Sonderausstellungen der städtischen Museen kostenfrei ist. Die Regelung gilt für 16 Ausstellungsorte: Archäologisches Museum, Caricatura Museum Frankfurt, Deutsches Architekturmuseum, Hindemith Kabinett im Kuhhirtenturm, Historisches Museum Frankfurt, Ikonen-Museum, Institut für Stadtgeschichte, Jüdisches Museum, Kinder Museum Frankfurt, Kronberger Haus, Museum Angewandte Kunst, die drei Dependancen Museum für Moderne Kunst 1-2-3, Museum Judengasse und Weltkulturen Museum.

Kulturdezernentin Ina Hartwig hebt die Bedeutung des Beschlusses hervor: „Der freie Eintritt für Kinder und Jugendliche in die städtischen Museen ist ein wichtiges Signal zur Ausweitung kultureller Bildung und Partizipation. Für ein größeres soziales Miteinander müssen sich die Türen der Kulturinstitutionen öffnen, um Kinder hineinzuholen, unabhängig von Herkunft oder Einkommen. Wenn Kinder lernen, sich ein eigenes ästhetisches Urteil zu bilden und individuell auszudrücken, stärkt das ihr Selbstbewusstsein. Sie werden eingeladen, aktiv am kulturellen Angebot der Stadt teilzunehmen.“

Kinderführung durch die Ausstellung 'A Labour of Love. Kunst aus Südafrika – Die 80er jetzt' im Weltkulturen Museum, © Foto: Stephanie Endter
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Ebenfalls neu ist, dass der Studentenausweis der Studierenden der Goethe-Universität als Eintrittskarte für die städtischen Museen sowie das Filmmuseum gilt. Die rund 46.000 Studierenden zeigen beim Eintritt in die Museen lediglich die Goethecard als Kulturticket vor und kommen kostenlos in die Ausstellungen. Das Projekt startete zum Sommersemester 2015, Initiator war der AStA. Die Studierenden bezahlen dafür einen Euro pro Semester. Nach einem erfolgreichen Probelauf wird das Angebot nun durch den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung verstetigt.

Im Laufe des nächsten Jahres werden die Erfahrungen mit der neuen Eintrittspreisregelung gesammelt und ausgewertet. Die Höhe der geringeren Erlöse, die durch den freien Eintritt entstehen, wird ebenfalls am Jahresende ermittelt. Aufgrund der Erfahrungen in den vergangenen Jahren wird bisher mit Eintrittsausfällen von 80.000 Euro kalkuliert. Jedoch ist davon auszugehen, dass es gelingt, mit der neuen Regelung mehr Kinder und Jugendliche in die Ausstellungen zu holen, auch solche, die zuvor vielleicht noch nie ein Museum betreten haben.