Logo FRANKFURT.de

06.11.2015

Neue Zugänge zur Geschichte des Nationalsozialismus in Frankfurt

Stadtrat Prof. Dr. Felix Semmelroth, © Stadt Frankfurt am Main
Dieses Bild vergrößern.

Kulturdezernent Semmelroth stellt die QR-Code-Route entlang der Gedenkorte Frankfurt 1933-1945 vor

(pia) Kulturdezernent Felix Semmelroth hat gemeinsam mit Evelyn Brockhoff, der Leiterin des Instituts für Stadtgeschichte, die neue QR-Code-Route entlang der Gedenkorte Frankfurt 1933-1945 vorgestellt.

„Mit der Idee, die Codes an Gedenkorten im Stadtraum anzubringen, startet Frankfurt ein zukunftsorientiertes Pilotprojekt, das mit dem bereits bestehenden Portal zur Topografie der NS-Zeit www.frankfurt1933-1945.de inhaltlich verknüpft ist“, so Kulturdezernent Felix Semmelroth. „Die vom Kulturdezernat schon 2003 gemeinsam mit dem Institut für Stadtgeschichte in Zusammenarbeit mit rund 50 Institutionen, Verbänden, Behörden, Kirchen, wissenschaftlichen Einrichtungen sowie den Interessenvertretern verschiedener Opfergruppen eingerichtete Website hat sich als profundes Informationsmedium über die Zeit des Nationalsozialismus in Frankfurt am Main etabliert.“

Zur Einführung der QR-Codes-Route präsentiert sich das Portal mit neuer benutzerfreundlicher Gestaltung, neuen Artikeln und Zugängen zur Geschichte der Zeit des Nationalsozialismus und der ihrer Opfer in Frankfurt. Auch dem Gedenken selbst und seinen Orten wird größerer Raum gewidmet. Evelyn Brockhoff hofft, das große Interesse am Portal zu verstetigen: „Fast 700.000 Nutzer haben die Recherchemöglichkeiten, die Frankfurt 1933-1945 bietet, inzwischen genutzt. Von der QR-Code-Route versprechen wir uns, noch mehr Nutzer auf das überarbeitete und umfangreichere Angebot des Portals aufmerksam zu machen.“

Das Pilotprojekt mit QR-Codes umfasst 19 Orte in Frankfurt, an denen der Opfer des Nationalsozialismus in unterschiedlicher Form gedacht wird. Diese teilweise seit längerem bestehenden Gedenkstätten und Gedenktafeln sind jetzt erstmals mit sogenannten Quick-Response-Codes ausgestattet worden, die es dem Besucher ermöglichen, jeweils an Ort und Stelle in unterschiedlicher Tiefe Hintergrundinformationen zu den historischen Abläufen in der NS-Zeit in Frankfurt zu erhalten. Die Codes – aufgebracht auf Metalltäfelchen oder Pflastersteinen am Gedenkort – stellen via Smartphone eine Verbindung zu der eigens zu diesem Zweck erstellten mobilen Website http://www.Gedenkorte-Frankfurt-Main.de her. Inhaltlich ist diese wiederum eingebettet in die Internetseite http://www.Frankfurt1933-1945.de .

Ziel des QR-Code-Projekts ist es, sowohl für bewusst nach Informationen suchende als auch für eher zufällig am Ort sich einfindende Passanten über den Code am Gedenkort einen leichteren Zugang zur Geschichte des Ortes, aber auch zu einem größeren Kontext, nämlich der Geschichte der NS-Zeit in Frankfurt und ihren Auswirkungen bis heute zu schaffen.