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10.02.2014

Vom größten Wettbewerber zum engsten Partner

Oberbürgermeister Peter Feldmann (r) und Dr. Stefan Schulte, Vorsitzender des Vorstands der Fraport AG, nehmen im Rathaus Römer an dem Workshop 'Vom größten Wettbewerber zum engsten Partner - Die Internationalität von FrankfurtRheinMain als Imagefaktor' teil, Februar 2014, © Foto: Stefanie Kösling
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Internationalisierung: Feldmann trifft Spitzen aus Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Region

(pia) Unter dem Titel: „Vom größten Wettbewerber zum engsten Partner - Die Internationalität von FrankfurtRheinMain als Imagefaktor“ kamen auf Einladung von Oberbürgermeister Peter Feldmann 58 hochrangige Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft im Rathaus Römer zusammen. Ziel dieses Arbeitstreffens war, die gemeinsame Diskussion und Beratung über die Frage, wie die Internationalität der Metropolregion FrankfurtRheinMain als herausragender Standortfaktor künftig intensiver nutzbar gemacht werden kann.

Zur Begrüßung betonte Oberbürgermeister Feldmann: „In Frankfurt und in der Region bewegt sich etwas - und das von jeher. Internationalität und Toleranz sind in unserer Geschichte – in der DNA unserer Stadt - fest verankert. Dennoch können wir uns nicht auf dem Status quo ausruhen, sondern müssen und wollen weiter konkurrenzfähig bleiben.“ Er betonte zudem, dass Frankfurt und die Region neben den bedeutenden wirtschaftlichen Merkmalen wie Finanzbranche, Messe und Flughafen auch eine vielfältige Hochschul-, Kultur- und Freizeitlandschaft zu bieten haben, die insbesondere im Ausland zu wenig bekannt ist: „Eine ausgewogene Emotionalisierung unseres Images der vergangenen Jahrzehnte tut Frankfurt gut“, so Feldmann.

Als Einstieg in das Thema präsentierte Professor Andreas Klocke von der Fachhochschule Frankfurt noch einmal die Ergebnisse der Hertie-Studie FrankfurtRheinMain aus dem Jahr 2010. In kleinen Arbeitsgruppen kamen danach die Teilnehmer zu Wort und brachten ihre Expertise und Ideen ein.

Der frühere Fraport-Chef Wilhelm Bender, Vorsitzender der Wirtschaftsinitiative Frankfurt-RheinMain, fasste zum Abschluss die Diskussionsbeiträge zusammen und unterstrich die Bedeutung von kultureller Vielfalt und Multinationalität im Wettbewerb um talentierte Fachkräfte. Er betonte auch, dass sich viele Regionen aktuell aufstellen, um einen Teil des Kuchens abzubekommen. Wichtig für alle Beteiligten war, dass alle Ideen und Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen protokolliert wurden und in das Konzept zur Internationalisierung eingearbeitet werden.

Die Veranstaltung des Workshops geht zurück auf die Initiative der Expertengruppe „Internationalität“, die Feldmann mit dem Ziel berufen hat, ein strategisches Internationalisierungskonzept für Frankfurt zu entwickeln. Dieser gehören neben Wilhelm Bender auch der Frankfurter Hochschulprofessor Wolfgang König, Goethe Universität/House of Finance, die Wissenschaftlerin Eli Kolundzija, Justus-Liebig-Universität Gießen, und Norbert Noisser, Vorsitzender der Society for International Development/Chapter Frankfurt, an. Die zahlreichen Ideen und Anregungen aus den Arbeitsgruppen bieten der Expertenrunde um Oberbürgermeister Feldmann nun reichlichen Input für den weiteren Prozess zur Formulierung einer Internationalisierungsstrategie.

Mit dem Zusammentreffen von Spitzen und Experten aus den verschiedenen Bereichen erlebte der Römer erstmalig ein interdisziplinäres brainstorming dieser Art, wobei die wichtigen Zukunftsthemen der Mainmetropole auf höchstem Niveau behandelt wurden. Unter den Teilnehmern waren Detlev Buchholz, Präsident der Fachhochschule Frankfurt, Peter Buxmann, TU Darmstadt, House of IT, Roland Kaehlbrandt, Vorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Hermann-Josef Lamberti, ehemals Vorstand Deutsche Bank, Wiesbadens Ex-Oberbürgermeister und Geschäftsführer des Kulturfonds FrankfurtRheinMain Helmut Müller, Stephan Pauly, Intendant Alte Oper, Oliver Reese, Intendant Schauspiel Frankfurt, Fraport Chef Stefan Schulte sowie Vertreter von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit Eschborn, Messe Frankfurt, Industrie- und Handelskammer Frankfurt, Handwerkskammer Rhein Main und eine Reihe international ausgerichteter Unternehmen, Gesellschaften sowie wissenschaftliche und kulturelle Institute.