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Otto Hahn-Preis

Urkunde "Otto-Hahn Preis 2000" der Otto-Hahn-Stiftung der Stadt Frankfurt am Main an Dr. T. Haberer, Dr. H. Eickhoff und Porf. Dr. G. Kraft, © Kalligrafin Tanja Leonhardt
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Die Stadt Frankfurt am Main fühlt sich ihrem großen Sohn und Ehrenbürger Professor Dr. Otto Hahn besonders verpflichtet. Durch seine großartigen wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Atomforschung, die ihre höchste Anerkennung durch die Verleihung des Nobelpreises gefunden haben, schuf er die Grundlagen für die Nutzung der Kernenergie. Dass die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Forschung, die nach seinem Willen ausschließlich friedlichen Zwecken dienen sollen, auch zu Vernichtungszwecken genutzt wurden, hat ihn seelisch tief getroffen.

Die Stadt Frankfurt am Main stiftete zur Erinnerung an Otto Hahn
aus Anlass seines 90. Geburtstages 1969 den "Otto Hahn-Preis der Stadt Frankfurt am Main", der 1970 erstmals verliehen wurde.

Im Frühjahr 2005 haben die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und die übrigen Mitgliedsgesellschaften des Deutschen Zentralausschusses für Chemie, die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) und die Stadt Frankfurt am Main einen neuen Otto Hahn-Preis geschaffen. Hierbei handelt es sich um die Verschmelzung zweier früherer Preise, nämlich die des 1953 auf Anregung der GDCh vom Deutschen Zentralausschuss für Chemie und der DPG eingerichteten und 1955 erstmals vergebenen "Otto Hahn-Preis für Chemie und Physik" mit dem bisherigen "Otto Hahn-Preis der Stadt Frankfurt am Main".

Laut Statut des gemeinsamen Otto Hahn-Preises soll dieser Preis der "Förderung der Wissenschaft insbesondere auf den Gebieten der Chemie, Physik und der angewandten Ingenieurwissenschaften durch die Anerkennung herausragender wissenschaftlicher Leistungen" dienen.

Der Preis besteht aus einem Preisgeld von 50.000 Euro, einer Urkunde und einer Medaille.

Die nächste Verleihung findet im Jahr 2017 statt.

Preisträger

1970 Prof. Dr. Karl zum Winkel

1972 Prof. Dr. Rudolf Schulten

1974 Dr. August Weckesser

1976 Prof. Dr. Adolf Birkhofer

1979 Prof. Dr. Wolfgang Gentner

1980 Prof. Dr. Otto Haxel

1982 Prof. Dr. Walter Greiner

1984 Prof. Dr. Heinz Maier-Leibnitz

1986 Prof. Klaus Knizia

1988 Prof. Dr. Franz Baumgärtner

1992 Dr. Olga Aleinikova

1994 Prof. Dr. Willy Wölfli

1996 Dr. Sigurd Hofmann

1996 Prof. Dr. Gottfried Münzenberg

1998 Dr. Norbert Trautmann

1998 Prof. Dr. Dr. Hans Blix

1998 Prof. Dr. Jens Kratz

2000 Dr. Hartmut Eickhoff

2000 Dr. Thomas Haberer

2000 Prof. Dr. Gerhard Kraft

2005 Prof. Dr. Theodor W. Hänsch

2007 Prof. Dr. Gerhard Ertl

2009 Prof. Dr. Stefan W. Hell

2011 Prof. Dr. Manfred Reetz

2013 Prof. Dr. Ferenc Krausz

2015 Prof. Dr. Jürgen Troe