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09.01.2018

Unerlaubter Waffenbesitz: Bis 1. Juli 2018 gilt Amnestie

Pistole mit Munition, © picture alliance/dpa
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(kus) Wer unerlaubt Waffen und Munition besitzt und diese bei der Waffenbehörde des Ordnungsamtes oder bei einer Polizeidienststelle abgibt, wird wegen des unerlaubten Besitzes nicht bestraft. Grundlage hierfür ist eine Änderung des Waffengesetztes durch den Bund. Die Amnestieregelung ist Teil des Gesetzes.

Von der Amnestie wird erfasst, wer eine am 6. Juli 2017 unerlaubt besessene Waffe oder unerlaubt besessene Munition bis zum 1. Juli 2018 der zuständigen Waffenbehörde oder einer Polizeidienststelle übergibt. Besonderer Formulare dafür bedarf es nicht, die zuständige Waffenbehörde oder Polizeidienststelle sollte jedoch zuvor informiert werden. Auf eine Strafe wird in diesen Fällen auch wegen unerlaubten Erwerbs, unerlaubten Führens auf dem direkten Weg zur Übergabe an die Waffenbehörde oder Polizeidienststelle oder wegen unerlaubten Verbringens verzichtet.

Wichtig: Der Transport von Waffen und Munition ist mit Gefahren verbunden. Schusswaffen sind daher von den Waffenbesitzern entladen zu transportieren, das heißt die Munition beziehungsweise Magazine müssen entnommen werden. Hieb-, Stoß- oder Stichwaffen sind ebenfalls in geeigneter Weise zu verstauen beziehungsweise zu verpacken. Bei der Übergabe werden personenbezogene Daten und Angaben zu den Waffen und der Munition erfasst und eine Bescheinigung erteilt. Für Kriegswaffen sowie die dazugehörige Munition gilt die Amnestie nicht.

Sofern Unsicherheiten beim Umgang mit Waffen bestehen, kann man sich an die Waffenbehörde im Ordnungsamt, E-Mail wjf.amt32@stadt-frankfurt.de , wenden oder auch auf dem Polizeirevier fragen.