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08.01.2018

Stadt Frankfurt empfängt orthodoxe Gemeinden zum Neujahrsfest

Oberbürgermeister Feldmann (M) empfängt Vertreter der orthodoxen Kirchengemeinden anlässlich deren Epiphanias-Neujahrsfestes im Kaisersaal, 8. Januar 2018, © Foto: Rainer Rüffer
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(kus) Oberbürgermeister Feldmann hat die orthodoxen Kirchengemeinden Frankfurts anlässlich ihres Epiphanias-Neujahrsfestes empfangen. Er begrüßte die Gäste mit den Worten: „Religionen sind ein wesentlicher Punkt, ein Verbindungspunkt im Zusammenleben unserer Stadt. Unser Frankfurt ist eine besondere Stadt. Bekannt für ihren menschlichen und toleranten Charakter. Aber wir wollen mehr. Der größte Sohn unserer Stadt, Johann Wolfgang von Goethe, hat es so gesagt: ‚Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein: sie muss zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.‘ Darum brauchen wir gerade heute: Offenheit und Akzeptanz; Neugier und Empathie; Gemeinschaft und Sinnstiftung. Darum ist es mir ein wichtiges Anliegen, unsere orthodoxen Gemeinden zu einem Neujahrsfest in unseren Kaisersaal einzuladen. Wir machen es nun zum zweiten Mal: Daraus sollte eine selbstverständliche Tradition unserer Stadt werden, so wie wir die Sternsinger jährlich im Kaisersaal empfangen oder das Lutherjahr in der Paulskirche feiern. Diese Vielfalt gehört zu unserem Frankfurt und ist eine unserer größten Stärken.“

Archimandrit Gregorios Sorovakos, Vorsitzender der Orthodoxen Pfarrkonferenz Frankfurt, sagte: „Die orthodoxen Gemeinden tragen gerade in ihrer Vielfalt viel zu einem gelingenden Miteinander der Religionen bei. Wir setzen auf den Dialog und auf ein friedliches Frankfurt. Es freut uns sehr, dass wir erneut zu einem Empfang anlässlich des orthodoxen Neujahrsfestes gemeinsam mit der Stadt einladen können. Die rege Resonanz zeigt: Daraus ist eine gute Tradition geworden. Uns freut die die Wertschätzung durch die Stadt Frankfurt, und sie spornt uns an, uns weiterhin engagiert für den Zusammenhalt und den Austausch der Religionen stark zu machen.“

Oberbürgermeister Feldmann führte aus: „Seit Jahrhunderten ist es das Erfolgsmodell unserer Stadt, offen, neugierig und aufgeschlossen zu sein. Internationalität kennzeichnet Frankfurt bereits seit langem als lebensbejahende Stadt. Mein Ziel: Ein Denkmal am Hauptbahnhof für die zu uns gekommenen Menschen. Ein Symbol, das wir um die Mühen und auch die Ausgrenzung wissen, die Menschen entgegenschlug, die kamen, um für Frankfurt zu arbeiten, die kamen, um zu bleiben. Sie alle sind heute längst Frankfurterinnen und Frankfurter wie wir alle.“