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09.11.2017

Zentraler Anlaufpunkt für Touristen und Einheimische - Alte Nikolaikirche als 360 Grad-Internet-Video online

Alte Nikolaikirche, August 2013, © Foto: PIA/Stefan Maurer
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(kus) Zentral auf dem Römerberg gelegen, ist sie neben dem Dom zweifellos die Kirche in Frankfurt, die große Aufmerksamkeit auf sich zieht. Die Alte Nikolaikirche gehört zu den ältesten Kirchenbauwerken der Stadt. Ihre Entstehungszeit wird auf das zwölfte Jahrhundert datiert.

„Die Alte Nikolaikirche gehört zu den wenigen historischen Bauten der Innenstadt, die von der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg weitestgehend verschont geblieben waren. Aus diesem Grund ist sie kulturhistorisch von unschätzbarem Wert für die Stadt Frankfurt am Main. Zudem ist sie durch ihre prominente Lage ein Aushängeschild der Stadt. Täglich besuchen viele Touristen die Kirche, die deswegen auch Besucherkirche genannt wird“, sagt Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker, der auch deren Rolle als historische Ratskirche der Stadtregierung hervorhob.

Die Kirche kann täglich das ganze Jahr besucht werden. In der neuen Folge der 360 Grad-Internet-Video-Serie ist es natürlich auch möglich. Im Video wie auch vor Ort sind meistens Gemeindemitglieder wie Mirjam Raupp, die gerne Fragen beantworten oder mit den Besuchern ins Gespräch kommen.

Genau wie die anderen Kirchen der 360-Grad-Video-Serie gehört die Alte Nikolaikirche zu den Dotationskirchen. 1840 wurde sie anstelle der abgerissenen Heiliggeistkirche in die Dotation aufgenommen. Die Dotationsverpflichtung der Stadt gibt es seit 1830.

Die Freie Stadt Frankfurt, damals ein souveräner Staat, erklärte sich bereit, die Kosten für „die Kirchengebäude und Zugehörungen wie die Orgel und dergleichen fortwährend in gutem Stand [zu] halten.“ Das war der Beginn der Dotationsverpflichtung, die bis heute Bestand hat und in Deutschland einmalig ist.

Bürgermeister Uwe Becker, © Foto: Angela Kropp, Dezernat II
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„Die Kirchen als historisches Erbe der Stadt Frankfurt am Main zu pflegen, zu bewahren und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, liegt mir persönlich am Herzen. Die 360-Grad-Internet-Videos können vielleicht auch Zielgruppen erreichen, die noch nicht vor Ort waren und so die Neugier wecken, doch mal vorbei zu kommen. Schließlich muss man nicht religiös sein, um die Innenstadtkirchen zu entdecken. Manchmal sind sie einfach Oasen, im oftmals geschäftigen Treiben der Stadt ", sagt Becker.

Bisher online sind der konventionell produzierte Einführungsfilm und die Folgen in 360 Grad über die Liebfrauenkirche, die Heiliggeistkirche im Dominikanerkloster, die St. Katharinenkirche, die Dreikönigskirche in Sachsenhausen, die Leonhardskirche sowie die St. Peterskirche. Im wöchentlichen Rhythmus werden alle weiteren Teile auf der Facebook und Youtube-Seite der Stadt Frankfurt am Main und auf der städtischen Website Frankfurt.de veröffentlicht.