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07.11.2017

Der Frankfurter Forscher Eduard Rüppell im Vergleich zu Alexander von Humboldt

Eduard Rüppell, © Senckenberg
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Vortrag im Institut für Stadtgeschichte über Leben, Werk und Rezeption zweier Forschungsreisender

(kus) Am Montag, 13. November, referiert der Frankfurter Privatdozent Dr. Joachim Scholz im Begleitprogramm zur Ausstellung „200 Jahre Leidenschaft für Natur und Forschung“ über Eduard Rüppell (1794-1884) im Vergleich zu Alexander von Humboldt (1769-1859) und die Rezeption von Leben und Werk der beiden Forscher.

Obwohl Eduard Rüppell, der bedeutendste Forschungsreisende Frankfurts, in Nordafrika Leistungen vollbrachte, die den Vergleich mit dem Wirken Alexander von Humboldts am Orinoco in Südamerika in keiner Weise zu scheuen brauchen, könnte die heutige Rezeption beider Forschungsreisender kaum gegensätzlicher ausfallen. Während Alexander von Humboldt in periodischen Abständen wiederentdeckt, neu gedeutet und als Aushängeschild wahrgenommen wird, scheint es fast so, als sei der Name Rüppells über die Jahrzehnte verblasst. Dabei gibt es zwischen beiden Forschungsreisenden eine Reihe erstaunlicher Gemeinsamkeiten nicht nur im Werk, sondern auch im privaten Leben. Was aber ist bei Rüppell im Vergleich zu Alexander von Humboldt so gründlich schiefgelaufen, dass er nicht in vergleichbarer Weise gerühmt wird?

Im Jubiläumsjahr der 1817 gegründeten Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, deren Archivalien das Institut für Stadtgeschichte 2016 übernahm, folgt der Referent den Spuren Rüppells, des wichtigsten aller Senckenberger. Er verdeutlicht, dass es ohne die Ecken und Kanten Rüppells die Senckenberg Gesellschaft in ihrer heutigen Ausformung nicht oder nur als Miniaturausgabe gäbe und ermöglicht eine Begegnung mit einer kontroversen Persönlichkeit.

Den Vortrag präsentiert das Institut für Stadtgeschichte in Kooperation mit der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr im Dormitorium des Karmeliterklosters, Münzgasse 9. Der Eintritt ist frei.

Aktuelle Informationen gibt es auf der Website des Instituts für Stadtgeschichte.