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07.11.2017

,The Magdalena Project‘ erstmalig in Deutschland

Logo 'The Magdalena Project', © The Magdalena Project
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Internationales Frauen-Theater-Festival vom 9. bis 12. November in Frankfurt

(kus) Erstmalig und mit Unterstützung des Frauenreferates der Stadt Frankfurt findet das Internationale Frauen-Theater-Festival im Rahmen des „Magdalena Projektes“ in Deutschland statt. Von Donnerstag, 9., bis Sonntag, 12. November, präsentieren Frauen aus Brasilien, Dänemark, Mexiko und vielen anderen Ländern an verschiedenen Orten in Frankfurt ihre künstlerischen Arbeiten und laden zu kreativen Workshops und öffentlichen Foren ein.

„Wir sind stolz darauf, dass wir dieses kultur- und generationenübergreifende kreative Frauen-Projekt nach Frankfurt holen konnten“, sagt Rosemarie Heilig, Frauendezernentin der Stadt Frankfurt. Seit mehr als 30 Jahren leiste das Festival weltweit einen wichtigen Beitrag zur Vernetzung von künstlerisch aktiven Frauen. Frankfurt mit seiner starken feministischen Kulturlandschaft sei genau der richtige Ort für ein solches Projekt.

„Als Frauenreferat treten wir dafür ein, dass Frauen und Mädchen kreativ und kritisch Gesellschaft gestalten können“, sagt Gabriele Wenner, Leiterin des städtischen Frauenreferats. Das Frauen-Theater-Festival bilde dafür einen perfekten Rahmen. „Es ist wichtig, das weite künstlerische Feld von Frauen sichtbar zu machen und ihre politischen und gesellschaftlichen Standpunkte in die Öffentlichkeit zu bringen.“

Das „Magdalena-Projekt“ wurde 1986 in Großbritannien von 38 professionellen Frauen der Theaterbranche aus 15 verschiedenen Ländern gegründet und bietet seitdem eine Plattform für Frauen aus verschiedenen darbietenden künstlerischen Bereichen wie Tanz, Schauspiel, Gesang oder Film. Das internationale Netzwerk ermöglicht einen Austausch über Grenzen hinweg und fördert die kritische Auseinandersetzung mit Genderthemen, Rassismus, Diskriminierung und den Rollen von Frauen in unterschiedlichen kulturellen Zusammenhängen. Darüber hinaus bietet das Netzwerk kollegiale Unterstützung, praktisches Training und Inspiration für kreative Projekte sowie Angebote, die einen Austausch mit Interessierten weltweit ermöglichen.

Veranstaltet wird das vom Frauenreferat geförderte Internationale Frauen-Theater-Festival vom Förderverein des antagon AktionsTheaters und Künstlerinnen des antagon-Ensembles. „Wir unterstützen das Festival, weil es sich auf ganz spezielle Weise mit den Themen auseinandersetzt, die Frauen betreffen und beschäftigen“, sagt Frauendezernentin Heilig. Seien es Fragen zur Gleichstellung, die Auseinandersetzung mit emanzipatorischen Prozessen oder das Eintreten gegen Unterdrückung und Gewalt an Frauen und Mädchen. „Im Namen der Stadt Frankfurt werden Frauenreferatsleiterin Gabriele Wenner und Linda Kagerbauer, Referentin für Mädchenpolitik und Kultur, auf verschiedenen Podien mitdiskutieren.“

Von der Tanzperformance über die stimmbildende Körperarbeit bis hin zum Schauspieltraining und vielen weiteren Workshops sind Frauen und Mädchen eingeladen, sich kreativ mit dem eigenen Ausdruck und Körper sowie unterschiedlichen Themen auseinanderzusetzen. Was bedeutet es, zu der eigenen Stärke zu stehen, wenn noch immer der Stempel des „schwachen Geschlechtes“ kursiert? Wie erleben Mädchen und Frauen ihr weibliches Selbstverständnis in einer multikulturellen Welt – auf der Bühne, mit Darstellender Kunst und im weiten politischen Raum?

Gabriele Wenner
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„Wir freuen uns auf Impulse und neue Perspektiven für die kreative feministische Arbeit, nicht nur im Theater“, sagt Gabriele Wenner. Das Festival biete die Möglichkeit, sich nicht nur in Frankfurt neu zu vernetzen, sondern weltweite Solidarität zu erleben mit Frauen aus verschiedensten Ländern.

Das Frauenreferat unterstützt das Projekt im Rahmen seines neuen Schwerpunktthemas „Frauen.Macht.Politik“, das in den nächsten zwei Jahren die Stärkung von Frauen- und Mädchenrechten in den Mittelpunkt rückt. „Mit Aktionen und Veranstaltungen wollen wir auf die Errungenschaften feministischer Arbeit sichtbar machen und motivieren, sich aktiv und frauenpolitisch bewusst an Stadtpolitik und Wahlen zu beteiligen, betont Wenner.

„Wir wollen deutlich machen, dass Frauenrechte keine Selbstverständlichkeit sind, sondern hart erkämpft werden mussten und auch immer wieder auf dem Prüfstand stehen, das zeigen nicht zuletzt die aktuellen rechtspopulistischen Tendenzen“, sagt Wenner. Das Festival leiste einen wichtigen Beitrag zur Bewusstmachung und Stärkung von Frauenrechten. „Ich würde mir wünschen, dass wir das Frauen-Theater-Festival als jährlich wiederkehrende Veranstaltung in Frankfurt etablieren könnten.“

Informationen zum Festival und Projekt gibt es auf der Website des Magdalena Projects und auf Facebook.