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11.09.2017

Frankfurts Gesundheitswesen vom Mittelalter bis zur Neuzeit: Vortrag im Institut für Stadtgeschichte

Logo Institut für Stadtgeschichte, © Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main
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(kus) Am Montag, 18. September, um 18.30 Uhr, referiert Thomas Bauer im Karmeliterkloster zum Thema „Von der Harnschau zur Riechkommission. Das Frankfurter Gesundheitswesen vom 14. bis ins 19. Jahrhundert“. Der Vortrag bildet den Auftakt des Begleitprogramms zur Ausstellung „Auf Herz und Nieren. Geschichte des Frankfurter Gesundheitswesens“, die das Institut für Stadtgeschichte in Kooperation mit dem Gesundheitsamt bis zum 8. April 2018 zeigt.

Das Harnglas schien Ärzten den Blick auf die verborgenen Vorgänge im menschlichen Körper freizugeben. Bereits in der Antike von Hippokrates angewandt, bildete auf der Grundlage der Säftelehre die Harnschau bis in die Frühe Neuzeit das entscheidende Verfahren zur Diagnose. Störungen des Säftegleichgewichts führten demnach zu Krankheiten, die es anhand der Färbung des Urins zu erkennen galt.

Ohne bakteriologisches Wissen verdächtigten die Stadtärzte bis weit ins 19. Jahrhundert „Miasmen“ – Verunreinigungen des Bodens und der Luft – der Übertragung von Krankheiten. Mit Argusaugen wachten Mediziner daher über stinkende Abwasserkanäle und qualmende Fabrikschlote. Großstädte standen im Ruf, „offne Gräber der Menschheit“ zu sein. Ärzte, Barbiere oder Apotheker bemühten sich redlich um die Gesundheit der Frankfurter. Bauer liefert einen Überblick zu diesem Thema.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Beginn ist um 18.30 Uhr im Dormitorium des Karmeliterklosters, Münzgasse 9. Aktuelle Informationen unter http://www.stadtgeschichte-frankfurt.de .