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08.09.2017

‚Wichtige Weichenstellung für neuen geplanten Stadtteil‘

Magistrat beschließt Untersuchungen für städtebauliche Entwicklungsmaßnahme

(kus) „Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat heute eine wichtige Weichenstellung für den geplanten neuen Stadtteil im Nordwesten der Stadt gestellt“, berichtet Planungsdezernent Mike Josef.

„Damit können nach Beschluss durch die Stadtverordnetenversammlung zeitnah die vorbereitenden Untersuchungen für eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme beginnen. Mit den Untersuchungen starten wir die Arbeiten für den neuen Stadtteil. Die Untersuchungsergebnisse liefern die Grundlagen für den städtebaulichen Rahmenplan und die Entscheidung, wie wir das weitere Verfahren gestalten“, sagt Josef weiter.

Das Gebiet liegt zwischen Niederursel, Nordweststadt und Praunheim im Osten und Oberursel-Weißkirchen sowie Steinbach im Westen. In diesem Gebiet soll geprüft werden, inwiefern eine Bebauung möglich ist. Dabei sind insbesondere die Form, Verortung und Dimension der einzelnen Quartiere und der Frei- und Grünflächen zu betrachten. Insbesondere mit Blick auf die Stadtentwicklung der Nachbarkommunen müssen auch Fragen nach den Nutzungen und der Erschließung betrachtet werden.

„Diese Flächen bieten große, zusammenhängende Potenziale, die Bezug nehmen auf die angrenzenden Stadtteile, deren Siedlungsstruktur und die vorhandene Verkehrserschließung“, sagt Josef. „Die Nähe zu unseren Nachbarn Oberursel und Steinbach macht eine intensive Zusammenarbeit der Städte und Gemeinden und ihrer Entwicklungsvorstellungen notwendig. Die Abstimmung mit unseren Nachbarn ist uns daher besonders wichtig. Schließlich handelt es sich hier eigentlich um ein regionales Projekt. Die Mobilisierung von Wohnbauland ist in der wachsenden Region wichtig und zukunftsweisend, um dem Bedarf an Wohnungsneubau bei schrumpfenden Flächenreserven und steigenden Bevölkerungszahlen auch auf lange Sicht nachzukommen.“

Weitere Untersuchungen zu Umwelt, Schallschutz, Natur- und Landschaftsschutz, Artenschutz und naturschutzrechtlichem Ausgleich, Klima, Wasserschutz, Wasserversorgung, Entwässerung und Bodenschutz werden auch durchgeführt. „Eine besondere Bedeutung hat während der vorbereitenden Untersuchungen die Beteiligung der Öffentlichkeit“, führt Planungsdezernent Josef aus. „Wir werden mit Eigentümern, Mietern, Pächtern und den Bürgerinnen und Bürgern sprechen.“ Eine Entwicklungsmaßnahme kann eine zügige Entwicklung des Gebiets und die frühzeitige Herstellung der Infrastruktur ermöglichen.

Das Gebiet wird in verschiedene Realisierungsabschnitte aufgeteilt. Die Flächen südwestlich der Nordweststadt und des Gewerbegebiets Heerstraße können voraussichtlich für einen ersten Bauabschnitt zur Verfügung stehen. „Unser Ziel ist es, die vorbereitenden Untersuchungen innerhalb von zwei Jahren abzuschließen“, sagt Josef.