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11.07.2017

Störungen von Aufzügen und Fahrtreppen werden in Echtzeit angezeigt

Aufzug an der U-Bahnstation 'Dom/Römer' außer Betrieb, 4. Juni 2014, © Foto: PIA/Stefan Maurer
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(kus) Mit einem neuen Informations-Angebot verbessert die VGF den Service auf ihrer Internetseite. Direkt auf der Startseite von https://www.vgf-ffm.de wird im Menüpunkt „Informationsmodule“ künftig in Echtzeit über den Betriebszustand der Fahrtreppen und Aufzüge in Frankfurter U- und S-Bahn-Stationen informiert. Das Projekt geht auf einen Auftrag der Stadtverordnetenversammlung vom Februar 2016 zurück.

Unter dem Menüpunkt „Informationsmodule“ auf der rechten Seite finden sich unter anderem auch die Fahrplanauskunft, aktuelle Informationen zu Betriebsstörungen oder den Bauvorhaben der VGF. Ab Dienstag, 11. Juli, ist das Modul über den Betriebszustand der Aufzüge und Fahrtreppen aufgeklappt, also direkt und ohne zusätzlichen Klick zu sehen.

Alle Fahrgäste können mit dem neuen VGF-Angebot von zu Hause oder von unterwegs ihre Reisekette verlässlich planen. Das hilft insbesondere in ihrer Mobilität eingeschränkten Kunden der VGF, die auf die Nutzung der Aufzüge angewiesen sind.

Das neue Angebot umfasst die Frankfurter Stationen von U- und S-Bahn, in denen Aufzüge und Fahrtreppen in Betrieb sind. Und das heißt: Auch der aktuelle Status der Anlagen der Deutschen Bahn (DB) ist erfasst und wird angezeigt.

Klaus Oesterling, Verkehrsdezernent, © Foto: Stefan Krutsch, traffiQ Frankfurt am Main
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Verkehrsdezernent Klaus Oesterling begrüßt das neue Angebot der VGF: „Eine solche einfache, schnelle, aktuelle und übersichtliche Information über den Betriebszustand von Fahrtreppen und Aufzügen hat bislang im Frankfurter Nahverkehrsnetz gefehlt. Besonders für die Fahrgäste, die diese Anlagen brauchen, verbessert und vereinfacht sich die Fahrt mit U- und S-Bahnen.“

Besonders hervor hob er, dass die VGF auch Auskunft über Anlagen der DB geben kann: „Es ist nun einmal so, dass in Gemeinschaftsbauwerken wie der Hauptwache zwei unterschiedliche Betreiber verantwortlich sind. Es ist zwar im Innenverhältnis wichtig, wer wie schnell eine Anlage wieder in Betrieb nimmt, dem Fahrgast erschließt sich die Zuständigkeitsfrage aber nicht und sie ist für ihn auch nicht wichtig. Er will, dass ihm schnell und möglichst aus einer Hand geholfen oder wenigstens geantwortet wird“, sagt der Stadtrat.

Um das sicher zu stellen, besteht für die Besucher der VGF-Seite die Möglichkeit, mit einem Klick für Fragen, Anregungen, Störungsmeldungen oder Beschwerden das Online-Serviceportal des RMV zu nutzen, über das der Kontakt zum jeweils zuständigen Betreiber hergestellt wird. Der entsprechende Button befindet sich am Fuß der Seite, unter einer kurzen Legende, die ein Abkürzungsverzeichnis und andere Erläuterungen enthält.

Der erste Blick des Internet-Kunden fällt auf eine Karte des Frankfurter Stadtgebiets, auf dem aktuell gestörte Aufzüge und Fahrtreppen markiert sind. Vergrößern und Verkleinern der Karte sind möglich, um die Station anzuwählen, für die sich der Fahrgast interessiert.

Mit einem Ein Klick auf das „i“-Symbol – „i“ steht hier für Information – werden Störungen angezeigt. Der Nutzer sieht auf einen Blick die Einzelheiten zur Störung: genauer Ort der Anlage in der Station, welche Ebenen sie verbindet, den Status der Störung, wie zum Beispiel „Umbauarbeiten“, seit wann sie besteht und wann sie voraussichtlich behoben sein wird. Ebenso wird der Betreiber der Anlage genannt. Bei einigen Einrichtungen sind die Informationen ausführlicher, so können sie Angaben über den Grund des Defekts enthalten. In der Regel ist das bei modernen Aufzügen oder Treppen der Fall. Unter der Karte finden sich die zu den jeweiligen „i“-Symbolen gehörenden Stationsnamen samt oben beschriebenen Erläuterungen der vorliegenden Störungen. Sie können ohne die Karte direkt angewählt werden, die Navigation zu den Störungsdetails ist also auch anhand des Stationsnamens möglich.

Die VGF hat das Angebot aktueller Informationen zum Betriebsstatus dieser immer wieder im Mittelpunkt des Kundeninteresses stehenden Anlagen seit Frühjahr 2017 entwickelt und zusammen mit der Frankfurter Agentur d.k.d. in kurzer Zeit zur Anwendungsreife gebracht. Das jetzige Angebot ist ein erster Schritt, neue und aktuelle Informationsmöglichkeiten für Kunden bereit zu stellen. Es besteht die Möglichkeit das Angebot künftig auszubauen.

Stadtrat Klaus Oesterling ist schon mit der ersten Ausbau-Stufe zufrieden: „In kurzer Zeit hat die VGF ein Service-Angebot geschaffen, dass eine nachhaltige Verbesserung für die Kunden des Frankfurter Nahverkehrs bedeutet.“


Hintergrund:
Für barrierefreies Reisen in U- und S-Bahn sind insbesondere Aufzuganlagen von Bedeutung. Die VGF betreibt in ihren 27 unterirdischen U-Bahn-Stationen 49 Personen-Aufzüge sowie 269 Fahrtreppen. Die Zuverlässigkeit der Anlagen ist mit 96,8 Prozent beziehungsweise 97,7 Prozent zwar statistisch hoch, doch bereitet jeder stehende Aufzug vielen Menschen Probleme, seien es Fahrgäste im Rollstuhl oder solche mit Kinderwagen. Defekte und damit Stillstände lassen sich bei einer technischen Anlage nicht ganz ausschließen.

Die VGF rüstet seit 2004 im Rahmen eines aufwendigen Aufzugsnachrüstungs-Programms ältere Stationen nach. Ursprünglich standen acht Einrichtungen auf dieser Liste, nach und nach konnte die VGF Aufzüge in den Stationen „Grüneburgweg“, „Holzhausenstraße“, „Kirchplatz“, „Alte Oper“ und zuletzt „Miquel-/Adickesallee“ sowie „Schweizer Platz“ in Betrieb nehmen.

An der Station „Eschenheimer Tor“ sollen zwei Aufzüge zum Jahreswechsel folgen, an der Station „Westend“ laufen die Planungen, da sich hier die Standort- und auch die damit verbundene Technikfrage schwierig gestalten. Nicht im Programm waren die oberirdischen Stationen „Römerstadt“ und „Niddapark“, beide entlang der U1 nach Ginnheim. Auch hier laufen Planungen, die Stationen mit Aufzügen nachzurüsten.

Die VGF erneuert auch fortlaufend ihre Fahrtreppen. Im Jahr 2017 werden neun Treppen in den Stationen „Südbahnhof“, „Seckbacher Landstraße“ und „Westend“ modernisiert.