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16.03.2017

Dem Thema Flucht ein individuelles Gesicht geben

Integrationsdezernentin Sylvia Weber (l) bei der Vernissage der Fotoausstellung 'Bridges – Musik verbindet' in der Stadtbücherei mit Ina Kleine-Wiskott vom Bridges-Ensemble 'Trio Blue Mango' sowie den Fotografen Günther Bauer und Salar Baygan (r), 15. März 2017, © Stadt Frankfurt am Main
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Fotoausstellung „Bridges – Musik verbindet“ bis zum 12. April in der Stadtbücherei

(kus) Mehr als 40 Schwarz-Weiß-Portraits der beiden Fotokünstler Günther Bauer und Salar Baygan stellen noch bis zum 12. April die Musiker des preisgekrönten Projekts „bridges – Musik verbindet“ vor. „Mit ihren Bildern geben sie dem Thema Flucht ein individuelles Gesicht“, sagte Integrationsdezernentin Sylvia Weber bei der Vernissage der Fotoausstellung am Abend des 15. März, zu der mehr als hundert Gäste in die Stadtbücherei gekommen waren. „In einer Zeit, in der Ängste und Vorbehalte wachsen, dürfen wir nicht müde werden zu erinnern, dass wir über Menschen reden, ihre persönlichen Schicksale und Lebenswege, aber auch ihre Fähigkeiten, die sie in ihre neue Heimat mitbringen.“

Die Portraits zeigen kulturelle Vielfalt und Miteinander, spiegeln persönliche Lebenswege und Schicksale ebenso wie die Potenziale, die die geflüchteten Künstler in ihre neue Lebenswelt einbringen. Rund 70 Musiker – geflüchtete und einheimische – bringt Bridges mittlerweile zusammen, baut Brücken und verbindet Menschen aller Nationen mit ihren unterschiedlichen Kulturen und Schicksalen. Die Sprache der Musik vereint die Musiker zu einem großen Orchester und zu einzelnen Ensembles mit unterschiedlichen musikalischen Schwerpunkten. Im Dezember des vergangenen Jahres wurde das Projekt, das im Sommer 2015 aus einer Initiative zweier Musikstudentinnen entstand, mit dem Integrationspreis der Stadt Frankfurt ausgezeichnet. „Bridges macht Mut. Das Projekt zeigt uns, wie durch unterschiedliche Fähigkeiten und den Willen zur Verständigung und Zusammenwirken Neues entsteht“, so Weber.

Die Fotoausstellung in Kooperation mit dem Amt für multikulturelle Angelegenheiten und der Frankfurter Stadtbücherei ist noch bis zum 12. April in der Zentralbibliothek, Hasengasse 4, im Erdgeschoss und im ersten Untergeschoss zu sehen.