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22.09.2015

Hauptstadt des Fairen Handels: Frankfurt erhält Sonderpreis

(pia) Im Kurhaus von Rostock-Warnemünde hat die Siegerehrung im diesjährigen bundesweiten Wettbewerb Hauptstadt des Fairen Handels stattgefunden. Frankfurt am Main konnte dabei mit dem Sonderpreis für vorbildliche und innovative Aktivitäten zur Stärkung des Fairen Handels einen Achtungserfolg erzielen.

Ausgezeichnet wurde das Projekt „Fairtrade und Islam“, das sich seit 2012 aus dem Handlungsfeld „Fairer Handel im multikulturellen Frankfurt" der Steuergruppe der Fairtradetown Frankfurt entwickelt hat.

Besonderer Fokus liegt dabei auf der Zusammenarbeit mit der Frankfurter Moscheegemeinde I.I.S. mit dem Ziel einer Erweiterung der Zusammenarbeit mit anderen muslimischen Gruppen in der Stadt. In der Moscheegemeinde findet bereits seit 2011 ein regelmäßiger Verkauf von Fair-Trade-Waren statt.

2014 wurde erstmals die Broschüre „Fair Trade und Islam" gemeinsam von Weltladen Bornheim und der Moscheegemeinde I.I.S. erarbeitet und herausgebracht. Diese in Deutschland bisher einzigartige Kooperation fand die Anerkennung der Jury und stieß auch bei den Vertretern anderer Städte auf großes Interesse. Ziele der Broschüre sind, eine Handreichung zu erstellen für die Argumentation einer ethischen Begründung für den Fairen Handel aus islamischer Perspektive und Muslime für das Engagement im Fairen Handel zu interessieren.

Oberbürgermeister Peter Feldmann, © Frank Widmann Fotodesign
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„Frankfurt am Main hat damit einmal mehr seine Stärke im Zusammenwirken verschiedener Kulturen bewiesen, getragen vom Engagement seiner Bürger“, freute sich Oberbürgermeister Peter Feldmann über den erzielten Erfolg.

An dem Wettbewerb hatten 83 Städte mit insgesamt 824 Projekten teilgenommen. Frankfurt befand sich in der Endrunde unter zehn Finalisten. Veranstalter ist Engagement Global – Service für Entwicklungsinitiativen im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.