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Goldenes Buch der Stiftungen in Frankfurt am Main

Stifter und Mäzene im Goldenen Buch

Ein "Goldenes Buch", in dem sich die prominenten Gäste mit ihrem Namenszug verewigen, führen zahlreiche Städte. Auch die Stadt Frankfurt besitzt ein solches Prominentengästebuch.

Wohl einzigartig in Deutschland dürfte hingegen das zweite "Goldene Buch" Frankfurts sein; das "Goldene Buch der Stiftungen in Frankfurt am Main", in das sich Stifter der Stadt eintragen können.

In der alten Handelsstadt Frankfurt mit ihrem wohlhabenden Bürgertum war das Stiftungswesen immer schon sehr ausgeprägt. Neben zahlreichen Stiftungen für wohltätige Zwecke zeugt auch eine Reihe von kulturellen und wissenschaftlichen Einrichtungen, wie etwa die Frankfurter Universität vom Stiftergeist in der Mainmetropole. Zwar hat das Stiftungswesen in Frankfurt eine große und lange Tradition, aber das Goldene Stiftungsbuch wurde erst ca. 1930 angelegt. Von den vielen im Laufe von Jahrhunderten in Frankfurt eingerichteten Stiftungen ist freilich nur ein Teil im Goldenen Stiftungsbuch registriert. 115 der rund 550 Stiftungen, die es heute in Frankfurt gibt, sind mit einem schmuckvollen Eintrag im Stiftungsbuch repräsentiert. Eine ganze Reihe von Stifter verzichtet auf den Eintrag. Die Finanzierung der graphischen Gestaltung obliegt den Stiftungen.

"Golden" ist das Frankfurter Stiftungsbuch wie die anderen Prunkbücher, die diese gravitätische Bezeichnung führen, nur dem Namen nach. Der voluminöse Band ist vielmehr in Pergament gebunden und seine Kanten sind mit Messingbeschlägen versehen. Auf dem Deckel des "Goldenen Buches der Stiftungen" zeigt eine Messingplatte die Dreigiebelfront des Frankfurter Römers und den Gerechtigkeitsbrunnen im Vordergrund.

Sein Dasein verdankt das Frankfurter Stiftungsbuch einem nicht nur für das Mäzenatentum eher unerfreulichem Anlass. Durch die Inflation zu Beginn der zwanziger Jahre dieses Jahrhunderts, die auch das Vermögen zahlreicher Stiftungen aufgezehrt hatte, waren viele dieser mäzenatischen Einrichtungen entweder ganz weggefallen oder sie mussten mit anderen Stiftungen zusammengelegt werden, weil das Kapital der Einzelstiftung auf ein Minimum zusammengeschrumpft war. Die Stadt Frankfurt legte deshalb zum Gedenken an die erloschenen Stiftungen und ihre Spender ein "Erinnerungsbuch der Stiftungen in Frankfurt am Main“ an, und als Ergänzung zu diesem Erinnerungsbuch richtete die Stadt dann im Jahre 1930 auch für künftige Stiftungen ein Gedenkbuch ein, das "Goldene Buch der Stiftungen". Es vergingen aber drei Jahre, bis die erste Stiftung in das neue Buch eingetragen wurde: das "Hilfswerk des Oberbürger-meisters" der Stadt Frankfurt, das später mit der Heussenstamm Stiftung, die auch heute noch Künstler unterstützt, zusammengelegt wurde.

Nach mehr als 80 Jahren war dann Ende des Jahres 2011 im Goldenen Buch der Stiftungen schlicht kein Platz mehr vorhanden. 108 Frankfurter Stiftungen hatten sich zu diesem Zeitpunkt im „alten“ Prachtband verewigt.

Im Jahr 2012 wurde mit dem zweiten Band ein neues Kapitel in der Geschichte des Goldenen Buchs der Stiftungen in Frankfurt am Main aufgeschlagen.

Der neue Prachtband spiegelt mit seinem Umschlag aus rotem Rindsleder die Farbe des Frankfurter Stadtwappens wieder. Die Ehre der ersten Eintragung im neuen Stiftungsbuch fiel der MMK Stiftung zu. Aktuell zieren dieses Werk sieben Eintragungen von Frankfurter Stiftungen.

Da die Eintragungen im Stiftungsbuch durch die Stiftungen selbst veranlasst werden, sind die einzelnen Blätter des Bandes sehr unterschiedlich gestaltet. Meist sind die Eintragungen mit einem Wappen oder mit einer Darstellung der jeweiligen Stiftung versehen. In einem begleitenden Text wird in der Regel kurz der Lebensweg des Stifters beschrieben, ebenso der Anlass, der ihn zu seiner Stiftung bewogen hatte sowie der Zweck, dem die Stiftung künftig dienen soll.

Der Stiftung wird ein Blatt Büttenpapier zur Verfügung gestellt, auf welches diese im Zusammenwirken mit der Stiftungsabteilung die Eintragung künstlerisch gestaltet.

Die Eintragung selbst wird in einem öffentlichen Akt durch einen Vertreter des Magistrats und Repräsentanten der Stiftung durchgeführt. Hierbei können Presse, Angehörige des Stifters, Geschäftsfreunde u. a. hinzu gebeten werden. Kosten für diese Veranstaltung entstehen nur hinsichtlich der Bewirtungskosten.

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