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Fluglärm: Entschädigung

verschiedene Geldscheine © Stadt Frankfurt am Main
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Anträge zur Entschädigung für fluglärmbedingte Beeinträchtigungen in Gärten, Terrassen und Balkonen können beim Regierungspräsidium Darmstadt gestellt werden.

Wer ist anspruchsberechtigt?
Eigentümer von Grundstücken mit Wohnungen und schutzbedürftigen Einrichtungen, Erbbauberechtigte oder Wohnungseigentümer in der Tag-Schutzzone 1 des Lärmschutzbereichs für den Verkehrsflughafen Frankfurt Main haben Anspruch auf eine einmalige Entschädigung für fluglärmbedingte Beeinträchtigungen der Nutzbarkeit des Außenwohnbereichs. Grundlage ist die Fluglärm-Außenwohnbereichsentschädigungs-Verordnung - 3. FlugLSV. In Frankfurt befinden sich die südlichsten Gebiete von Niederrad und Sachsenhausen in der Tag-Schutzzone 1 (siehe Anspruchsgebiet unter AKTUELLES). Der Anspruch besteht nur für Grundstücke, auf denen bauliche Anlagen vor dem 13.10.11 errichtet worden sind oder für die vor diesem Datum eine Baugenehmigung vorlag. Betroffene können unter RP: Datenbank einsehen, ob sich eine Liegenschaft in der Tag-Schutzzone 1 befindet. Sie können auch beim Regierungspräsidium Darmstadt nachfragen, ob ein Anspruch besteht.

Was ist der Außenwohnbereich?
Zum Außenwohnbereich gehören Rasenflächen, Gärten, Terrassen, Balkone, Dachgärten und in ähnlicher Weise nutzbare sonstige Außenanlagen wie Grillplätze. Dabei können Flächen auch gemeinsam genutzt werden (Beispiel: Mehrfamilienhaus).

Was wird entschädigt?
Der Zweck der Entschädigung beschränkt sich darauf, die Einbußen an Lebens- und Wohnqualität zu kompensieren, die durch den Fluglärm eintreten.

Wer bezahlt die Entschädigung?
Die Fraport AG.

Wie hoch ist der Entschädigungsbetrag?
In der Verordnung sind je nach Höhe der Fluglärmbelastung und Art der Immobilie Entschädigungspauschalen festgelegt.
So ist zum Beispiel für ein Einfamilienhaus im Bereich der Tag-Schutzzone 1 im südlichen Frankfurt eine Pauschale von 3.700€ festgelegt. Dabei wird pauschal ein Verkehrswert von 250.000€ für ein Einfamilienhaus angenommen. Sofern Eigentümer den Verkehrswert ihres Grundstücks höher einschätzen als den Wert, der den Pauschalbeträgen zugrunde liegt (maßgeblich ist der Verkehrswert am 18.12.2007), gibt es zwei Möglichkeiten: Verkehrswertermittlung durch Gutachten oder überschlägige Kalkulation des Verkehrswertes. Liegt der Verkehrswert über der Pauschale, gibt es mehr Geld. Weitere Infos dazu können Sie den Erläuterungen zum Ablauf des Entschädigungsverfahrens entnehmen.

Wo und bis wann können die Anträge gestellt werden?
Die Anträge können beim Regierungspräsidium Darmstadt gestellt werden. Der Anspruch im südlichen Frankfurt endet am 12.10.2021. Bei der Antragstellung muss noch KEIN Gutachten mitgeschickt werden. Das Regierungspräsidium nimmt nach Eingang eines Antrags Kontakt mit dem Antragsteller auf und informiert über die nächsten Schritte.

Wo gibt es das Antragsformular und weitere Informationen?
Das Antragsformular, Erläuterungen zum Ablauf des Entschädigungsverfahrens, eine Informationsbroschüre und Antworten auf häufig gestellte Fragen erhalten Sie unter dem Link RP Außenwohnbereichsentschädigung.

Ansprechpartnerin
 
Link-IconChrista Michel
Telefon:+49 (0)69 212 39109
Telefax:+49 (0)69 212 39140
E-Mail:Link-Iconchrista.michel.amt79 [At] stadt-frankfurt [Punkt] de
Ansprechzeiten:Montag, Dienstag und Mittwoch