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Feinstaub PM10

Luftmessstation Friedberger Landstraße © Stadt Frankfurt am Main, Umweltamt
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Unter Feinstaub versteht man kleinste Partikel, die als Verunreinigung in der Luft vorhanden sind und eine Größe von 10 Mikrometern (Fachbezeichnung PM10) nicht überschreiten. 10 Mikrometer sind 0,01 Millimeter. Man kann den Feinstaub aufgrund der extrem geringen Größe nicht sehen. Diese Kleinstpartikel können tief in die Lunge eindringen und sie schädigen.

Seit Januar 2005 gelten EU-Grenzwerte für Feinstaub. Danach dürfen 50 µg/m³ Feinstaub an maximal 35 Tagen im Jahr überschritten werden. In den Jahren 2005, 2006, 2009 und 2011 wurde der Grenzwert in Frankfurt am Main an der Station Friedberger Landstraße überschritten. 2007, 2008, 2010 und 2012 - 2016 konnte der Grenzwert an allen Frankfurter Luftmessstationen eingehalten werden. 2011 sind an der Friedberger Landstraße 42 Überschreitungstage gemessen worden. 2012 waren es nur noch 19 Überschreitungstage, 2013 wurden 21, 2014 17, 2015 18 und 2016 nur noch 7 Überschreitungstage ermittelt.
Die Feinstaubkonzentrationen sind insgesamt rückläufig und der Grenzwert für das Jahresmittel (40 µg / m³) kann seit vielen Jahren sicher eingehalten werden. Überschreitungstage treten vermehrt bei austauscharmen Wetterlagen in den Wintermonaten auf.

Aktuelle Messwerte

Bisher (Stand: 19.11.2017) wurden an den 3 Messstationen des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) in Frankfurt am Main im Jahr 2017 die folgende Anzahl an Überschreitungstagen des Tagesmittelwertes von 50 µg/m³ gemessen:

Tabelle
Messstation
Anzahl der Überschreitungen
Friedberger Landstraße
16
Frankfurt-Höchst
8
Frankfurt-Ost
10


Die Überwachung der Luftqualität am Standort Sindlingen wurde Anfang 2013 eingestellt. Innerhalb des knapp fünfjährigen Messzeitraums konnten keine kritischen Luftschadstoffwerte oder Schwermetallbelastungen nachgewiesen werden. Zukünftige Überschreitungen sind nicht zu erwarten.
Die temporäre Luftmessstation wurde 2008 wegen Bedenken vor hohen Schadstoffbelastungen durch neue Industrieanlagen im Industriepark Höchst in Betrieb genommen.

Maßnahmen zur Reduzierung der Feinstaubbelastung

Am 14. November 2011 ist die 1. Fortschreibung des Luftreinhalteplans für den Ballungsraum Rhein-Main, Teilplan Frankfurt am Main, in Kraft getreten.

Zur langfristigen Verbesserung der Luftqualität sind Maßnahmen aufgestellt worden. Am 01. Januar 2012 ist die letzte Stufe der Umweltzone in Kraft getreten. Es dürfen nur noch Fahrzeuge in die Umweltzone einfahren, die mit einer grünen Plakette gekennzeichnet sind, über eine gültige Ausnahmegenehmigung verfügen oder von der Plakettenpflicht ausgenommen sind. Nähere Informationen können unter dem Link "Umweltzone Frankfurt am Main" oder "Wirksamkeit der Umweltzone" abgerufen werden.

Weitere aktuelle Maßnahmen des Luftreinhalteplans sind der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, die Einhaltung modernster Emissionsstandards durch die Busflotte und die Attraktivitätssteigerung des Radverkehrs. Durch den Ausbau des Fernwärmenetzes und mit Vorgaben zur energiesparenden Bauweise sollen die Emissionen der Gebäudeheizungen weiter reduziert werden.

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