Logo FRANKFURT.de

Eingewanderte Pflanzen und Tiere

Sommerfliederblüten © Stadt Frankfurt am Main, Umweltamt<br />
Dieses Bild vergrößern.

Was sind eingewanderte Pflanzen und Tiere?
Eingewanderte Tiere (Neozoen) und Pflanzen (Neophyten) sind Arten, die zuerst nach der Entdeckung Amerikas 1492 zu uns gekommen sind und heute aus allen Teilen der Welt hierher gelangen.

Wie gelangen diese Neubürger zu uns?
Unbeabsichtigtes Einschleppen
Der Fernverkehr eröffnet mit Schiffen, Flugzeugen und Zügen die Möglichkeit, an andere, ferne Orte zu gelangen, die vorher abgeschnitten waren. Flughäfen, Bahnhöfe und Seehäfen sind erste Anlaufstellen für neue Arten, die als blinde Passagiere unbeabsichtigt mitgebracht werden. Von dort breiten diese sich manchmal weiter aus.

Beabsichtigtes Einführen
Bestimmte Tier- und Pflanzenarten wurden und werden immer noch bewusst eingeführt. Neophyten dienen als Zierpflanze im Garten (z.B.: Kanadische Goldrute; Sommerflieder) oder als Kulturpflanze auf dem Feld und im Wald (z.B.: Mais; Douglasie). Von dort gelangen sie in die freie Natur und können sich weiter ausbreiten, wie es das Beispiel des Sommerflieders zeigt. Nicht heimische Tiere, wie der Fasan oder das Damwild wurden vor Jahrhunderten zu Jagdzwecken ausgesetzt.

Wie fügen sich neue Arten in die Umwelt ein?
Die meisten tierischen und pflanzlichen Neubürger (z.B.: Nachtkerze, Mandarinente) können sich friedlich in unsere heimischen Lebensgemeinschaften einfügen. Sie besetzen eine freie ökologische Nische und verdrängen andere Arten nicht, sondern bilden eine Ergänzung.

Nachtkerze

Sind Neophyten und Neozoen gefährlich?
Einige Neozoen und Neophyten verdrängen heimische Arten. Wenige verändern sogar heimische Ökosysteme.

Wirtschaftliche Schäden entstehen meist durch "Schädlinge", die mit der Nutzpflanze eingeschleppt wurden. Diese haben in ihrem neuen Lebensraum oft keine natürlichen Feinde. Ein sehr bekanntes Beispiel hierfür ist der Kartoffelkäfer. Statt der "Schädlinge" lassen sich auch "Nützlinge" ansiedeln, mit denen sich zu stark werdende Schädlingspopulationen ohne Chemiekeule kontrollieren lassen.

Manche Arten können für den Menschen aber auch gesundheitsgefährdend sein. So ist zum Beispiel der Saft des Riesenbärenklaus (Herkulesstaude) giftig und kann zu schweren Hautverbrennungen führen.

Herkulesstaude