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Wie alles begann.....

Kaufvertrag des Römers von 1405, © Institut für Stadtgeschichte
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Bis heute wird die Mainmetropole von hier aus regiert. Der Oberbürgermeister residiert in seinem Amtszimmer über der Schwanenhalle mit Blick zur Paulskirche sogar noch immer am selben Platz wie fast alle Amtsvorgänger.

Das Patrizierhaus „Römer“ und das Nachbargebäude „Zum Goldenen Schwan“ dienten dem Rat der Stadt schon länger als Tagungsort. Das alte Rathaus am Dom – das dort stand, wo heute der Domturm steht – war im 14. Jahrhundert längst zu klein geworden. Immer häufiger wich der Rat für seine Sitzungen in andere Häuser aus, ab 1329 nutzte er auch das Haus „Römer“ auf dem heutigen Römerberg. Das Haus „Römer“ war groß, massiv gebaut und weitaus repräsentativer als das alte Rathaus, das zudem zusehends verfiel. Also tagte der Rat immer häufiger im „Römer“.

Der Kaiser bewilligte eine Kreditaufnahme
Dass das alte Rathaus kein Schmuckstück für die Stadt war, sprach sich im gesamten Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation herum und rief schließlich den Kaiser persönlich auf den Plan. Am 20. Juni des Jahres 1329 erteilte Ludwig der Bayer der Stadt Frankfurt die Erlaubnis, „ein ander Rathuse“ zu errichten. Ein Neubau also sollte her, und Ludwig der Bayer erlaubte der Stadt ausdrücklich, dafür einen Kredit aufzunehmen. Das Geld, das in den Bau eines modernen, repräsentativen Rathauses gesteckt werden sollte, ging aber anderweitig drauf: Frankfurt reparierte damit seine 1306 eingestürzte Mainbrücke. Kein Geld, kein Neubau – bis das alte Rathaus um 1400 endgültig baufällig wurde. Schon wurden Mainsandsteine für einen Neubau aus Miltenberg herbeigeschafft und auf dem Römerberg gestapelt. Doch dann entschied der Rat anders. Das Haus „Römer“ und sein Nachbargebäude taten doch schon seit Jahrzehnten gute Dienste – warum bauen, wenn man auch kaufen kann? Ritter Rudolf von Sachsenhausen, der Schultheiss Frankfurts, nahm Verhandlungen mit der Besitzerfamilie des Römers auf.

Hinz und Kunz nahmen das Kaufangebot an
Kunz zum Römer und sein Bruder Heinz, Hinz und Kunz also, nahmen das Angebot des Schultheiß’ an. An jenem Mittwoch im Jahre 1405 wurde der Vertrag unterzeichnet. Zusammen mit Gertrud, der Witwe Hensels vom Römer, verkauften sie die beiden Gebäude an die „ehrsamen, weisen Herren Bürgermeister, Schöffen, Rat und Bürger zu Frankfurt“, und zwar „für 800 Gulden guter Frankfurter Währung baren Geldes“ sowie einer jährlichen Leibrente von 65 Gulden. Hinz und Kunz und Gertrud verkauften die beiden Häuser „mit allen Kellern, Höfen und Gesessen, hinten und vorne, unten und oben und was sonst dazugehört.“ Eine gute Entscheidung.