Logo FRANKFURT.de

Hammermuseum

"Schuhmachermeisterbetrieb Lenz – da, wo der Hammer hängt!“ steht auf dem Schild im Laden, von außen durch die Scheibe gut sichtbar. Ein besonders großes Exemplar dieses Werkzeugs hängt unübersehbar davor und weist den Besuchern den Weg ins Hammermuseum des Bildhauers und Puppenspielers Oskar Mahler im Obergeschoss der Werkstatt. Über 1000 Hämmer aller Größen und Formen in zig Varianten umfasst die Sammlung, gezeigt werden außerdem Objekte des Künstlers und Skulpturen. Im Sommer 2005 eröffnete Mahler das Museum. Lenz stellte den Raum zur Verfügung. Es war sein Beitrag als Mitglied des Fördervereins Bahnhofs- und Gutleutviertel, um den Stadtteil attraktiver zu gestalten.

Gezielt sammelte Mahler dieses älteste Werkzeug des Menschen zu diesem Zeitpunkt erst seit fünf Jahren. Den besonderen Bezug dazu hatte er viel früher, ist doch ohne Hammer kein Handwerk denkbar. Und auch in anderen Berufen kommt er zum Einsatz. Bei Auktionatoren, Neurologen, Musikern und Geologen zum Beispiel - und natürlich bei Künstlern. Mahler trug Fundstücke zusammen, ersteigerte viele Exponate und erhielt so manches Stück von Menschen, die von seiner Leidenschaft wussten. Entstanden ist ein ebenso kurioses wie tiefsinniges Museum und zweitgrößte Sammlung ihrer Art in Deutschland. Vom riesigen Vorschlaghammer bis zum zierlichen Uhrmacherhammer von 1892, Ausgefallenes und Witziges bis hin zum Minihämmerchen für eine Modelleisenbahn: Hämmer als Werkzeug oder Kunstwerk, Spielzeug oder Kitsch. Manches Exponat gibt Rätsel auf, viele sind mit einer Geschichte verbunden. Mahler erzählt davon bei Führungen, deren Länge die Gäste vorab wählen können. Und die Atmosphäre stimmt, denn von unten hören sie zugleich das Hämmern aus der Werkstatt.

Adresse

Hammermuseum Frankfurt
Münchener Straße 36
60329 Frankfurt am Main

 
Telefon: +49 (0)69 30065245
Mobil: +49 (0)152 08648225
E-Mail: Link-Iconinfo [At] vollderhammer [Punkt] eu