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Läuse in Kindergarten und Schule

Das Problem der Verlausung in Kindergärten und Schulen wird in der Öffentlichkeit nur selten wahrgenommen, obgleich es sich in Wirklichkeit um ein Dauerproblem handelt. Häufig kommt es in der kühlen Jahreszeit zu einer gewissen Zuspitzung, während spätestens im Frühsommer das ganze wieder abflaut.

Die Initialzündung für die öffentliche Aufmerksamkeit und das Interesse der Medien liefern meist entnervte ErzieherInnen, LehrerInnen oder Eltern, an deren KG oder Schule ein längerdauernden Kopfläusebefall gibt. Nicht selten beklagen die Beteiligten, das Amt für Gesundheit sei in dieser Sache untätig, weil es nicht all das tut, was nach laienhafter Vorstellung zu einer umgehenden und endgültigen Beseitigung des Problems Läuse führt.

Dabei wird meistens vergessen, daß Läuse weder durch wiederholte Untersuchungen noch durch Empfehlungen des Amtes für Gesundheit
besiegt werden, sondern nur durch die Eltern (und das pädagogische Personal) selbst:
- Aufsuchen der Kinder- oder Hausarztpraxis
- korrektes Anwenden der ärztlich verordneten Medikamente
- manuelle Entfernung der an den Haaren klebenden Läuseeier (Nissen)
- laufende Nachkontrolle des Behandlungsergebnisses
sind die unabdingbaren Voraussetzungen für den individuellen Behandlungserfolg.

Begleitmaßnahmen zielen darauf ab, textilen Materialien von vermehrungs Läuse bzw. Nissen zu befreien:
- Wechsel und Kochwaschen der Leibwäsche, Kissen- und Bettbezüge
- nicht kochwaschbare Textilien werden für mindestens 3-4 Tage luftdicht in Plastiktüten verpackt

Unbedingt wesentlich für die Elimination der Läuse in der Kindereinrichtung und Familie ist, daß alle betroffenen Kinder und Erwachsenen gleichzeitig behandelt werden, weil sonst schnelle Wiederbesiedelungen unvermeidlich sind.
Das heißt für die Familien- oder Wohngemeinschaft eines mit Läusen befallenen Kindes, daß alle Mitglieder in der Arztpraxis untersucht und ggf. behandelt werden müssen.