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Wiederzulassung nach Infektionskrankheit in Kindertagesstätte und Schule

Kindereinrichtungen wie Kindertagesstätten und Schulen unterliegen der hygienischen Aufsicht des Amtes für Gesundheit. Diese umfaßt neben einer allgemeinen baulichen und betrieblichen Hygiene insbesondere auch die Infektionshygiene, also den Schutz vor ansteckenden Erkrankungen.

Nach § 34 Infektionsschutzgesetz ist vor der Aufnahme von Kindern oder Jugendlichen in eine solche Einrichtung ein ärztliches Attest notwendig, das ein Freisein von Infektionskrankheiten einschließlich Krätze und Läusen bestätigt.

Das Aufnahmeattest für die Kinder kann entweder vom niedergelassenen Arzt oder in Ausnahmefällen nach vorheriger tel. Rücksprache von der Abteilung Kinder- und Jugendmedizin des Amtes für Gesundheit ausgestellt werden. Die Einrichtung ist gehalten, kein Kind ohne dieses Attest aufzunehmen.

Erkranken Kinder und Jugendliche, die bereits in der Einrichtung betreut werden, an einer solchen Infektion, so sind die Eltern gesetzlich verpflichtet, dies gegenüber der Einrichtungsleitung offenzulegen. Eine Wiederaufnahme kann erfolgen, wenn nach ärztlichem Urteil eine Weiterverbreitung der Infektion nicht mehr zu befürchten ist.
Für diese Wiederzulassung nach Infektionskrankheiten gibt das Robert-Koch-Institut eine Sammlung fachlicher Empfehlung heraus. Für Frankfurt sind diese Empfehlungen zwischen den niedergelassenen Kinder- und Jugendärzten und dem Amt für Gesundheit abgestimmt und in eine übersichtliche Tabellenform gebracht worden.

Der Volltext des RKI-Merkblattes steht unter dem Link Robert Koch-Institut im Web bereit, die tabellarische Form kann per Link (Wiederzulassung) eingesehen werden. Selbstverständlich lässt sich eine Weitergabe von Infektionen in der Kindertagesstätte und Schule auch mit noch so strikten Vorgaben nicht völlig verhindern. In solche Fällen ist es die Aufgabe des Amtes für Gesundheit, in enger Zusammenarbeit mit der Einrichtung die zur Abwehr und Begrenzung der Infektionsgefahr erforderlichen Maßnahmen zu konzipieren.

Kinder und Jugendliche mit einer vollständigen Durchimpfung entsprechend der öffentlichen Empfehlung sind vor den impfpräventablen Infektionskrankheiten (z.B. Masern, Mumps, Röteln, Hepatitis B) gefeit und in einer solchen Situation naturgemäß praktisch nicht involviert.