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Schuleingangsuntersuchung

Alle Kinder, die zum 1.Juli das 6. Lebensjahr vollenden, werden schulpflichtig und im kommenden Schuljahr eingeschult. Ein wichtiger Teil des Schulaufnahmeverfahrens ist die ärztliche Schuleingangsuntersuchung: sie verbindet Aspekte der individuellen schul- und unterrichtsbezogenen Kindergesundheitsförderung mit solchen der kinderärztlichen Krankheitsfrüherkennung. Sie ist in Hessen gesetzlich vorgeschrieben.
Das Aussondern und Zurückstellen „schulunreifer“ Kinder gehört der Vergangenheit an; heute geht es um die zeitgerechte Begleitung aller Kinder in die ihnen gemäße Form der schulischen Betreuung und Förderung, gleich ob in Regelunterricht, Integrationsmodell, Vorklasse, Schuleingangsstufe, integrierter Schulbeginn oder primäre sonderpädagogische Förderung.
Die Schuleingangsuntersuchung unterscheidet sich in ihren Inhalten und in der Gewichtung ihrer Ziele ganz wesentlich von den beim niedergelassenen Kassenarzt durchzuführenden Früherkennungsuntersuchungen U8 und U9 - ungeachtet der einen oder anderen Parallele und einer zeitlichen Nähe.
Welches sind die Elemente der Schuleingangsuntersuchung ?

  • Sehfähigkeit: Sehschärfeprüfung mittels Testgerät (Rodatest) in der Ferne und in der Nähe (wichtig wegen der kindlichen Übersichtigkeit).
    Prüfung des räumlichen Sehvermögens und der Farbtüchtigkeit (unter den Jungen sind Farbschwäche oder Farbenblindheit nicht selten)
    Auschluß von Schielen und Schwachsichtigkeit
  • Hörfähigkeit: Prüfung mittels Kopfhörer-Testgerät (Screening-Audiometer)
  • Sprechen: und Sprache
  • Wahrnehmungsfähigkeit: bezüglich optischer und akustischer Informationen
  • Bewegungsentwicklung: einschließlich Koordination, Fein- und Schreibmotorik
  • Wachstum: und körperliche Entwicklung: Körperkonstitution, Größe, Gewicht, Blutdruck
  • Körperliche Untersuchung: zur Krankheitsfrüherkennung der wichtigen Organsysteme: Rücken, Haltungs- und Bewegungsapparat, Haut, Mund-Hals-Nase-Ohren, innere Organe, Nervensystem

  • Durchsicht des Impfbuches und Hinweis auf erforderliche Schutzimpfungen

Medizinische Befunde oder Verdachtsmomente teilen wir den Eltern unmittelbar mit, damit sie die Abklärung und Behandlung unverzüglich in die Wege leiten können.
Darüber hinaus beraten wir die Eltern zu den individuellen kindergesundheitlichen Gesichtpunkten, soweit sie für den Schulanfang bedeutsam sind.
Bei besonderen Problemen, etwa im Zusammenhang mit chronischer Krankheit oder Behinderung, stimmen wir uns - in Absprache mit den Eltern - mit dem behandelnden Kinderarzt, der Klinik, der Kindertagesstätte oder der Frühförderstelle ab. Wenn es dann notwendig ist, leiten wir - ebenfalls mit elterlichem Einverständnis - die für die aufnehmende Schule wichtigen Informationen weiter.