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Angebotsstruktur in Einrichtungen der Altenhilfe für ältere Migranten

„Altenhilfe für ältere Migrantinnen und Migranten in Frankfurt am Main“

  • Fachforum am 24. Januar 2013 im Jugend- und Sozialamt
  • Kooperation zwischen dem Amt für multikulturelle Angelegenheiten und dem Jugend- und Sozialamt
  • Vorstellung eines Berichts des Amts für multikulturelle Angelegenheiten
    Der Anteil älterer Migrantinnen und Migranten an der Frankfurter Bevölkerung ist in den letzten Jahren gestiegen. Diese Entwicklung wird sich fortsetzen. Wie ist die Angebotsstruktur in den verschiedenen Bereichen der Altenhilfe auf diese demographische Entwicklung vorbereitet? Welche der bestehenden Angebote werden von Migrantinnen und Migranten tatsächlich genutzt? Welche Angebote fehlen und welche Aufgaben ergeben sich für Träger, Vereine und die öffentliche Hand in Zukunft? Das sind einige der Fragen, die rund 100 Fachleute im Rahmen einer Konferenz am 24. Januar 2013
    diskutieren wurden.
    Rund 17,2% der über 65jährigen in Frankfurt haben einen Migrationshintergrund. Ihre Lebenssituation ist mehrheitlich geprägt durch einen geringeren Wohnraum, niedrigere Einkommen, höhere gesundheitliche Belastungen. Sie sind rund 10 Jahre früher auf Pflege- und Betreuungsmaßnahmen angewiesen.
    Integrationsdezernentin Dr. Eskandari-Grünberg lobte den Einsatz und das Interesse vieler Initiativen. "Wer sich auf diesem Gebiet engagiert, weiß jedoch zugleich: Die Schnittstelle zwischen Migrationsarbeit und Altenhilfe ist noch stark ausbaufähig. Nötige Informationen erreichen die Zielgruppe noch nicht im ausreichenden Maß. Es bestehen zudem sprachliche Barrieren. Und es fehlt vielfach noch an einer zeitgemäßen interkulturellen Öffnung der Altenhilfe“, so Eskandari-Grünberg.
    Stadträtin Prof. Dr. Daniela Birkenfeld wirbt dafür, noch mehr Fachkräfte mit Migrationshintergrund für die Altenhilfe zu gewinnen: „Sie sind mit ihren Kompetenzen bei der Überbrückung von Sprachbarrieren und beim Aufbau von Kontakten zu der Zielgruppe hilfreich.“ Bei eigenen Veranstaltungen hat die Seniorendezernentin außerdem erlebt, dass die direkte Ansprache von Multiplikatoren in Migrantenorganisationen die Türen öffnen können:
    „Solche positiven Erfahrungen wollen wir herausarbeiten, und daran bei der Entwicklung neuer Ideen anknüpfen.“

    Fachforum
    Zum Fachforum waren Fachleute aus dem Bereich der offenen Altenhilfe, der stationären und ambulanten Pflege sowie Vertreter aus Migrantenorganisationen und religiösen Zuwanderergemeinden eingeladen.
    Die Konferenz gliederte sich in Vorträge und fünf Arbeitsgruppen zur Situation und zu künftigen Aufgaben in Frankfurt. Den Auftakt bildete ein Vortrag des Migrationsforschers Prof. Dr. Phillip Anderson (Universität Regensburg) zum Thema „Alter und Migration - Entwicklung und Herausforderung“.
    Prof. Dr. Anderson hat u.a. zur Situation älterer Migranten in deutschen Großstädten gearbeitet. Eine weitere Grundlage bietet die Vorstellung der vom Amt für multikulturelle Angelegenheiten herausgegebenen „Analyse der Angebotsstruktur in Einrichtungen der Altenhilfe für ältere Migrantinnen und Migranten in Frankfurt am Main“, deren Ergebnisse auf der Veranstaltung erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Die auf der Fachtagung erarbeiteten Ergebnisse wurden dokumentiert.

    Publikationen
    "Analyse der Angebotsstruktur in Einrichtungen der Altenhilfe für ältere Migrantinnen und Migranten in Frankfurt am Main“, Hrsg. Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main, Amt für multikulturelle Angelegenheiten, Januar 2013

    Dokumentation des Fachforums vom 24. Januar 2013 „Altenhilfe für Migrantinnen und Migranten in Frankfurt am Main“, Hrsg. Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main, Amt für multikulturelle Angelegenheiten, August 2013

    Beide Publikationen können beim Amt für multikulturelle Angelegenheiten unter publikation.amka@stadt-frankfurt.de kostenlos bestellt werden. Sie stehen im rechten Kasten als Download zur Verfügung.