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Sportentwicklungsplanung für die Stadt Frankfurt am Main

Bewegung und Sport spielen eine wichtige Rolle für Wohlbefinden und Lebensqualität und sind für die Bevölkerung gerade in einer Großstadt von ganz besonderer Bedeutung. Wenn Bewegungsmangel dazu beiträgt, dass Menschen - auch Kinder und Jugendliche - übergewichtig und womöglich krank werden, dann sind vielfältige und leicht zugängliche Sport- und Bewegungsmöglichkeiten von herausragender Bedeutung. Und nicht zu vergessen: Sport, vor allem in der Gemeinschaft mit anderen, macht Spaß!

Um die Frankfurter Sportlandschaft bedarfsgerecht und zukunftsorientiert gestalten zu können, wurde im Auftrag des Sportamtes Frankfurt eine wissenschaftlich fundierte Sportentwicklungsplanung für Frankfurt durchgeführt, zunächst für die Gesamtstadt, dann auf Stadtteilebene in Fechenheim und Niederrad.

Leitfrage in der Auftaktveranstaltung zur stadtteilbezogenen Sportentwicklungsplanung in Fechenheim, am 7.4.2014 in der Saalbau-TSG-Halle in Fechenheim © Stadt Frankfurt am Main, Sportamt
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2014: Stadtteilbezogene Sportentwicklungsplanung für Fechenheim

Stadtrat Markus Frank begrüßte am 7. April 2014 Vertreterinnen und Vertreter der Fechenheimer Turn- und Sportvereine, der Schulen, Ortsbeirats-Fraktionen sowie mehrerer städtischer Ämter zur Auftaktveranstaltung für die erste Stadtteil- Sportentwicklungsplanung in Frankfurt: „Ich freue mich auf eine spannende und konstruktive Arbeit mit Ihnen und wünsche mir als Ergebnis ein funktionierendes Netzwerk für Bewegung und Sport in Fechenheim.“

Warum Fechenheim zuerst?
Zwei Gründe waren dafür ausschlaggebend, dass als Pilotprojekt für eine stadtteilbezogene Bewegungsraumplanung in Frankfurt der Stadtteil Fechenheim ausgewählt wurde:
Zum einen wurden aus dem Strukturdatenatlas der Stadt Frankfurt bestimmte Indikatoren als Kriterien herangezogen (z.B. Anteile junger/alter Menschen, Migrationsanteil, Statistiken über Schulabschlüsse und über Beschäftigung bzw. Arbeitslosigkeit etc.).
Zum zweiten wird die Sportentwicklungsplanung in Fechenheim als sinnvolle Ergänzung zu Programm und Auftrag der schon bestehenden Planungsgruppe „Familienfreundliches Fechenheim“ des Jugend- und Sozialamtes gesehen.

Zur Einführung in das Thema berichteten Prof. Dr. Rütten (Institut für Sportwissenschaft und Sport, Erlangen) sowie Dr. Wetterich (Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung, Stuttgart) über den bisherigen Prozess und die Ergebnisse der Frankfurter Sportentwicklungsplanung, die sie seit 2009 wissenschaftlich begleiten.
Mit Fechenheimer Daten aus dem Strukturdatenatlas der Stadt Frankfurt sowie Ergebnissen der Bevölkerungs- und Vereinsbefragung stellten die beiden Wissenschaftler den lokalen Bezug zum Stadtteil Fechenheim her.

Schon die erste engagiert geführte Diskussionsrunde zu Themen wie z.B. "Vernetzung von Sportvereinen mit Schulen und Kindertagesstätten", "Infrastrukturangebot mit Sportplätzen und Sporthallen, Laufwegen und Bewegungsräumen" oder "Informationen über das Sport- und Bewegungsangebot im Stadtteil" zeigte schnell, dass das Interesse an einer kontinuierlichen Sportentwicklungsplanung in Fechenheim groß ist.

Ortsbegehung im Rahmen der Sportentwicklungsplanung für den Stadtteil Fechenheim; Schulhof der Konrad-Haenisch-Schule © Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung
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Im Lauf des Jahres 2014 fanden zwei Stadtteilbegehungen mit Kindern der Heinrich-Kraft-Schule und mit Jugendlichen der Konrad-Haenisch-Schule statt, außerdem gab es ein Gespräch mit einer Seniorengruppe der TSG Fechenheim, einen Workshop sowie eine Abschlusssitzung im Juli 2014. Ein Bericht über die Sportentwicklungsplanung im Stadtteil Fechenheim dokumentiert die Aktionen und Fortschritte (s. rechte Spalte, Kurzbericht SEP Stadtteil Fechenheim 2014).

2015: Stadtteilbezogene Sportentwicklungsplanung für Niederrad

Die Auftaktveranstaltung in Niederrad fand am 29. Mai 2015 statt.
In Niederrad - mit über 23.000 Einwohnerinnen und Einwohnern achtgrößter Frankfurter Stadtteil - sind Sport und Bewegung schon immer ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Stadtteillebens. Die 18 Niederräder Vereine zählen über 5.700 Mitglieder.
Ebenso wie in Fechenheim werden im Rahmen eines kooperativen Planungsprozesses mit Stadtteilbegehungen und einem Workshop Maßnahmen und Handlungsempfehlungen für den Stadtteil Niederrad erarbeitet. Stadtverwaltung, Politik, Sportvereine, Schule, Kindereinrichtungen und andere örtliche Institutionen sind daran beteiligt.
Eines der vorrangigen Ziele einer Sportentwicklungsplanung in einem Stadtteil ist die Gestaltung offen zugänglicher Sport- und Bewegungsräume in Wohnortnähe.
Mit dem Vorhaben zur Errichtung eines offen zugänglichen Sport- und Bürgerparks auf dem Gelände der Galopprennbahn wird eine Diskussion aufgegriffen, die seit Mitte der 1990er Jahre in der Sportwissenschaft unter dem Thema „familienfreundlicher Sportplatz“ geführt wird. (s. auch B 256 und Kurzbericht in der rechten Spalte)

2017: Stadtteilbezogene Sportentwicklungsplanung für Bockenheim und Ginnheim

Eines der vorrangigen Ziele der Sportentwicklungsplanung ist auch in diesen beiden benachbarten Stadtteilen die Gestaltung der offen zugänglichen Sport- und Bewegungsräume in Wohnortnähe. Im Rahmen des kooperativen Planungsprozesses hat am 26.9.2017 eine Auftaktveranstaltung mit den interessierten Gruppen im Stadtteil stattgefunden, außerdem gab es zwei Ortsbegehungen am 24. und 26. Oktober 2017.

Kinder beim Feriencamp auf der Sportanlage der SG Bornheim Grün-Weiss; © SG Bornheim Grün-Weiss, Armin Seebald
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Frankfurter Sportentwicklungsplanung - Anfänge und Dokumentation des Verlaufs

Nach einer gründlichen Bestandsaufnahme der Sportinfrastruktur haben die beiden beteiligten sportwissenschaftlichen Institute mit einer repräsentativen Befragung die Zufriedenheit und die Änderungswünsche der Bürgerinnen und Bürger im Hinblick auf die bestehende Frankfurter Sportlandschaft in Erfahrung gebracht.
Vertreter/innen der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und der Stadtpolitik in Frankfurt haben die Ergebnisse gemeinsam mit dem Sportamt und den Instituten sorgfältig ausgewertet und diskutiert. Aus den gewonnenen Erkenntnissen wurden Handlungsempfehlungen abgeleitet. Diese sind dokumentiert im "Abschlussbericht Sportentwicklungsplanung" - siehe rechte Spalte; Tipp: Zu Beginn des fast 130 Seiten langen Werkes befindet sich eine vierseitige Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse.

Im Jahr 2012 hat eine Befragung der Frankfurter Sportvereine wichtige Erkenntnisse darüber geliefert, wie die Vereine ihre Lage einschätzen, welche Kooperationsmöglichkeiten sie in Erwägung ziehen und welchen Herausforderungen sie sich gegenübersehen. Es stellte sich heraus, dass ein erheblicher Teil der Vereine die Gewinnung ehrenamtlicher Helfer/innen für Vorstands- und Vereinsarbeit als größte Herausforderung wahrnimmt. Die Ergebnisdokumentation steht unter "Vereinsbefragung Abschlussbericht 2013" in der rechten Spalte.

Die Magistratsberichte B 181 aus dem Jahr 2013, B 225 aus 2014, B 256 aus 2015, B 160 aus 2016 und B 238 aus 2017 informieren über weitere Entwicklungen und Umsetzungsschritte im Rahmen der SEP - s. ebenfalls rechte Spalte.

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