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Mainova Frankfurt Marathon

Frankfurter Stadt-Marathon: Tradition, Trendsport und großes Fest - wieder am 28.10.2018

Zigtausende auf den Beinen am Marathonwochenende: Über zwanzigtausend Läuferinnen und Läufer, angefeuert von hunderttausenden von Marathon-Fans, die an der Strecke für Stimmung sorgen und die sportlichen Höchstleistungen als Zuschauer genießen.

#readytorun für den Marathon 2017 © Mainova Frankfurt Marathon
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Am 28. Oktober 2018 geht der Frankfurter Stadt-Marathon in seine 37. Auflage.

Namenssponsor ist seit 2016 die Mainova AG. Präsentierte Hessens größter Energieversorger vorher als Hauptförderer die Kinder- und Jugendwettbewerbe „Struwwelpeter-Lauf" und „Mini-Marathon", so konzentriert sich der regionale Energiedienstleister nun bis 2018 auf das Hauptrennen über 42,195 Kilometer. Den Nachwuchsläufen bleibt Mainova aber partnerschaftlich verbunden.

Kinder und Jugendliche erhalten am Marathon-Wochenende traditionell ihre ganz eigene Bühne: Beim Struwwelpeter-Lauf powered by Schneider Electric (420 m) und beim Schneider Electric Mini-Marathon (4,2 km) geben Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 16 Jahren alles, um wie die Großen die einmalige Gänsehautatmosphäre des Zieleinlaufs in die Frankfurter Festhalle zu erleben.
Den Minimarathon 2017 liefen 2.072 Kinder und Jugendliche. Beim Struwwelpeter-Lauf wurden 985 Kinder gezählt.

Der Mainova Frankfurt Marathon 2017 hat 14.513 Läuferinnen und Läufer auf die Langstrecke gelockt; 7.484 Laufbegeisterte waren außerdem in den Staffeln unterwegs.

Sieger im Mainova Frankfurt Marathon 2017: Shure Kitata Tola. Mit Stadtrat Markus Frank und Mainova-Chef Dr. Constantin Alsheimer  © Mainova Frankfurt Marathon
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Gesamtsieger 2017 wurde der erst 21 Jahre alte Shure Kitata Tola aus Athiopien mit einer Zeit von 2:05:50 Stunden.
Als Zweit- und Drittplatzierte standen seine Landsleute Kelkile Woldaregay und Getu Feleke auf dem Podest.

Bei den Frauen siegte Vivian Cheruiyot, 5.000-Meter-Olympiasiegerin aus Kenia, in 2:23:35.
Als Zweite lief die Äthiopierin Yebrgual Arage ins Ziel, dahinter belegte Meskerem Wondimagegn aus Kenia Platz drei.

Die Deutsche Meisterschaft 2017 holte sich wie schon 2015 Arne Gabius, in einer Zeit von 2:09:59 Stunden.

Bei den Frauen errang die Frankfurterin Katharina Heinig in 2:29:29 Stunden die Deutsche Meisterschaft 2017. Die deutsche Meisterin von 2016, Fate Tola, lief unmittelbar nach Heinig mit einer Zeit von 2:30:12 ins Ziel.

Größtes "Straßenfest" des Jahres

Nach dem Startschuss vor dem Messeturm sind traditionell nicht nur die Läuferinnen und Läufer in Bewegung: Rund 2.000 Helferinnen und Helfer und viele Frankfurter Vereine wirken mit bei den vielen Streckenfesten und Versorgungsposten!

DJ Hot Spots, Rahmenprogramm mit Moderatoren und Videowände mit Live-Übertragung, dazu vielfältige Bewirtung, sorgen für Kurzweil und Stimmung an der Strecke. Allein auf der Mainzer Landstraße gab es 2017 zwölf verschiedene Attraktionen.

Mainova Frankfurt Marathon, Zieleinlauf in der Festhalle © Mainova Frankfurt Marathon
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Einmaliges Kennzeichen des Frankfurter Marathons ist der Zieleinlauf auf rotem Teppich in die Festhalle hinein, wo den Finishern von tausenden Fans bei Discoatmosphäre ein rauschender Empfang bereitet wird.

Ein kurzer Blick in die Geschichte des Frankfurter Stadtmarathons:

16 Unentwegte waren am Start in Frankfurt am Main am 17. Oktober 1948 beim ersten deutschen Nachkriegsmarathon. Not bestimmte damals den Alltag. Der Frankfurter Journalist Richard Kirn antwortete im März 1947 auf die Frage, warum der Sport ausgerechnet in den Hungerjahren von 1945 bis 1948 eine Blütezeit erlebte: „Noch leben wir in Wüsten. Zu den Oasen gehört der Sport.“

Start und Ziel des ersten Nachkriegsmarathons lagen am Bornheimer Hang. Der Gewinner Wilhelm Borns vom Frankfurter Fußballsportverein (FSV), 1946 Deutscher Meister über zwanzig Kilometer, brauchte 2:49:40 Stunden (handgestoppt!).

Plakat für den Marathon 1981  © OSC Hoechst e.V.
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Am 17. Mai 1981 war die "zweite Frankfurter Marathon-Premiere": Der „1. Internationale Stadt-Marathon Hoechst-Frankfurt“. Mitglieder des Olympischen Sportclubs (OSC) Hoechst hatten die Idee für einen Marathon mitten in der Großstadt von Stockholm übernommen.

Nach einem Organisationsmarathon sondergleichen schickte der legendäre Langstreckenläufer und Olympiasieger, Emil Zatopek, über 3.000 Läufer aus dreißig Ländern auf die gut 42 Kilometer von Höchst in Richtung Innenstadt und retour. Es gewann der Schwede Kjell-Erik Stahl in 2:13:30 Stunden.

Der Hoechst-Marathon wurde in den folgenden Jahren zu einem Highlight im Frankfurter Sportkalender. 1985 integrierte der Deutsche Leichtathletik-Verband die nationalen Titelkämpfe in den Marathon am Main. Herbert Steffny gewann das Rennen 1985 und wurde auch 1989 und 1991 Sieger des Frankfurter Stadtmarathons.

Nur einmal seit 1981, im Jahr 1986, musste der Frankfurt Marathon ausfallen. Seit 1987 veranstaltete die Stadt Frankfurt das Großereignis, seit 2009 ist die Frankfurter Sportagentur motion events in die Veranstalterrolle getreten. Start und Ziel des Frankfurter Stadtmarathons wurden von Höchst an den Messeturm, der Termin vom Mai in den Oktober verlegt.

Mehr als zwanzigtausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer gehen Jahr für Jahr auf die Strecke, angeführt von Weltklasseläufern, die den Streckenrekord 2009 auf 2:06:14 Stunden gebracht und 2010 und 2011 weiter verbessert haben. Der nur um 4 Sekunden verfehlte Weltrekord des Siegers 2011, Wilson Kipsang aus Kenia (2:03:42), hat die Qualität der Strecke erneut eindrucksvoll bestätigt.
2015 hat Arne Gabius auf eben dieser Strecke den deutschen Rekord, im Jahr 1988 aufgestellt von Jörg Peter (2:08:47), endlich geknackt und den Marathon in 2:08:33 Stunden gelaufen.

Besonderen Zuspruch findet jedes Jahr der Staffel-Marathon, der es Hobbyläufern ermöglicht, echte Marathon-Atmosphäre zu schnuppern, ohne die volle Distanz bewältigen zu müssen. Jeder der vier Staffel-Marathonis läuft dabei jeweils einen fünf bis fünfzehn Kilometer langen Teil der Gesamtstrecke.