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Mainova Frankfurt Marathon

Frankfurter Stadt-Marathon: Tradition, Trendsport und großes Fest - am 29.10.2017

Zigtausende auf den Beinen am Marathonwochenende: Rund zwanzigtausend Läuferinnen und Läufer, angefeuert hunderttausenden von Marathon-Fans, die an der Strecke für Hochstimmung sorgen und das sportliche Superereignis als Zuschauer genießen.

#readytorun für den Marathon 2017 © Mainova Frankfurt Marathon
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In seine 36. Auflage geht der Frankfurt Marathon am 29. Oktober 2017. Die Mainova AG wird weiterhin namensgebender Sponsor sein. Die Zusammenarbeit ist vertraglich bis 2018 festgelegt.

Im Jahr 2016 hatte ein neues Kapitel in der seit Jahren bestehenden und bewährten Partnerschaft zwischen dem ältesten deutschen Stadtmarathon und Hessens größtem Energieversorger begonnen. Mainova präsentierte vorher als Hauptförderer die Kinder- und Jugendwettbewerbe „Struwwelpeter-Lauf" und „Mini-Marathon". Bis 2018 konzentriert sich der regionale Energiedienstleister nun auf das Hauptrennen über 42,195 Kilometer, bleibt den Nachwuchsläufen aber partnerschaftlich verbunden.

Kinder und Jugendliche erhalten am Marathon-Wochenende traditionell ihre ganz eigene Bühne: Beim Struwwelpeter-Lauf powered by Schneider Electric (420 m) und beim Schneider Electric Mini-Marathon (4,2 km) geben Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 16 Jahren alles, um wie die Großen die einmalige Gänsehautatmosphäre des Zieleinlaufs in die Frankfurter Festhalle zu erleben.

Auch 2017 werden im Rahmen des ältesten deutschen City-Marathon wieder die Deutschen Meisterschaften ausgetragen. Renndirektor Jo Schindler und der Deutsche Leichtathletik-Verband haben bereits 2015 vereinbart, die Zusammenarbeit für zwei Jahre fortzusetzen. „Es ist immer schön, wenn man eine Meisterschaft in eine Großveranstaltung wie den ältesten deutschen Citymarathon integrieren kann", sagt Schindler. „Das ist für den DLV eine gute Chance."

Die Siegerin der Frankfurt Marathon 2015, Lisa Hahner, beim Zieleinlauf © Frankfurt Marathon
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Nach Jahren, an denen die hiesigen Topläufer bei den Deutschen Meisterschaften kaum mehr am Start waren, gab es im Jahr 2015 in Frankfurt mit Lisa Hahner und Arne Gabius zwei würdige deutsche Meister. Gabius sorgte mit seinem spektakulären Lauf in deutscher Rekordzeit von 2:08:33 Stunden für Aufsehen. Und Lisa Hahners persönliche Bestzeit von 2:28:39 Stunden bescherte ihr im Nachgang noch die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016 in Rio.

Die deutsche Meisterschaft 2016 ging an Marcus Schöfisch aus Leipzig, bei den Frauen wurde mit der hervorragenden Zeit von 2:25:42 Stunden Fate Tola deutsche Meisterin.

„Wir freuen uns sehr, dass die Deutsche Marathonmeisterschaft nach dem tollen Erfolg 2015 mit dem deutschen Rekord von Arne Gabius weitere zwei Jahre nach Frankfurt vergeben wurde", sagt Frank Lebert, Geschäftsführer der Deutschen Leichtathletik-Marketing GmbH (DLM). „Das Team rund um Jo Schindler hat großartige Arbeit geleistet, gemeinsam mit dem HLV, dem DLV und der DLM werden wir auch zukünftig eine Spitzen-Veranstaltung für alle Läufer bieten."

Gesamtsieger 2016 wurden Mark Korir aus Kenia in 2:06:48 Stunden und Mamitu Daska aus Äthiopien in 2:25:37 Stunden.

Der Satz von Renndirektor Jo Schindler „Wir werden uns wieder bemühen, tolle Athleten an den Start zu kriegen, national wie international", gilt auch 2017.
Arne Gabius jedenfalls ist 2017 wieder am Start vor der Frankfurter Messe.

Ein kurzer Blick in die Geschichte des Frankfurter Stadtmarathons:

16 Unentwegte waren am Start in Frankfurt am Main am 17. Oktober 1948 beim ersten deutschen Nachkriegsmarathon. Not bestimmte damals den Alltag. Der Frankfurter Journalist Richard Kirn antwortete im März 1947 auf die Frage, warum der Sport ausgerechnet in den Hungerjahren von 1945 bis 1948 eine Blütezeit erlebte: „Noch leben wir in Wüsten. Zu den Oasen gehört der Sport.“

Start und Ziel des ersten Nachkriegsmarathons lagen am Bornheimer Hang. Der Gewinner Wilhelm Borns vom Frankfurter Fußballsportverein (FSV), 1946 Deutscher Meister über zwanzig Kilometer, brauchte 2:49:40 Stunden (handgestoppt!).

Am 17. Mai 1981 war die "zweite Frankfurter Marathon-Premiere": Der „1. Internationale Stadt-Marathon Hoechst-Frankfurt“. Mitglieder des Olympischen Sportclubs (OSC) Hoechst hatten die Idee für einen Marathon mitten in der Großstadt von Stockholm übernommen. Nach einem Organisationsmarathon sondergleichen schickte der legendäre Langstreckenläufer und Olympiasieger, Emil Zatopek, über 3.000 Läufer aus dreißig Ländern auf die gut 42 Kilometer von Höchst in Richtung Innenstadt und retour. Es gewann der Schwede Kjell-Erik Stahl in 2:13:30 Stunden.

Der Hoechst-Marathon wurde in den folgenden Jahren zu einem Highlight im Frankfurter Sportkalender. 1985 integrierte der Deutsche Leichtathletik-Verband die nationalen Titelkämpfe in den Marathon am Main. Herbert Steffny gewann das Rennen 1985 und wurde auch 1989 und 1991 Sieger des Frankfurter Stadtmarathons.

Nur einmal seit 1981, im Jahr 1986, musste der Frankfurt Marathon ausfallen. Seit 1987 veranstaltete die Stadt Frankfurt das Großereignis, seit 2009 ist die Frankfurter Sportagentur motion events in die Veranstalterrolle getreten. Start und Ziel des Frankfurter Stadtmarathons wurden von Höchst an den Messeturm, der Termin vom Mai in den Oktober verlegt. Mehr als zwanzigtausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer gehen Jahr für Jahr auf die Strecke (2008: 20.466), angeführt von Weltklasseläufern, die den Streckenrekord 2009 auf 2:06:14 Stunden gebracht und 2010 und 2011 weiter verbessert haben. Der nur um 4 Sekunden verfehlte Weltrekord des Siegers 2011, Wilson Kipsang aus Kenia (2:03:42), hat die Qualität der Strecke erneut eindrucksvoll bestätigt.
2015 hat Arne Gabius auf eben dieser Strecke den deutschen Rekord, im Jahr 1988 aufgestellt von Jörg Peter (2:08:47), endlich geknackt und den Marathon in 2:08:33 Stunden gelaufen.

Besonderen Zuspruch findet jedes Jahr der Staffel-Marathon, der es Hobbyläufern ermöglicht, echte Marathon-Atmosphäre zu schnuppern, ohne die volle Distanz bewältigen zu müssen. Jeder der vier Staffel-Marathonis läuft dabei jeweils einen fünf bis fünfzehn Kilometer langen Teil der Gesamtstrecke.

Einmaliges Kennzeichen des Frankfurter Marathons ist der Zieleinlauf auf rotem Teppich in die Festhalle hinein, wo den Finishern von tausenden Fans bei Discoatmosphäre ein rauschender Empfang bereitet wird.