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05.02.2018

Drei neue Klimaschutzprojekte in Frankfurt Eschersheim, Ginnheim und Heddernheim

Energiereferat unterstützt drei lokale Stadtteilprojekte des bundesweiten Förderaufrufs „Kurze Wege für den Klimaschutz“

Die Begegnungsstätte im Gemeinschaftsgarten „Tortuga Eschersheim“, die „Klimawerkstatt Ginnheim“ sowie das Projekt „Heddernheim im Wandel - Starke Nachbarschaften für Klimaschutz und Lebensqualität“– das sind die drei Frankfurter Projekte, die seit Anfang diesen Jahres vom Bund gefördert und vom Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main unterstützt werden. Das Bundesumweltministerium hat 2017 insgesamt 112 Projekte im Rahmen des ersten Förderaufrufs „Kurze Wege für den Klimaschutz“ bewilligt, zu denen auch die drei Frankfurter Projekte zählen.

Frankfurter Projekte unterstützen Klimaschutzziele des Bundes und der Stadt

Die ausgewählten Projekte sollen zur Umsetzung der Klimaschutzziele der Bundesregierung beitragen, indem sie Rahmenbedingungen für energieeffiziente und ressourcenschonende Lebensstile schaffen. Auch Frankfurt am Main hat sich im Rahmen des „Masterplans 100% Klimaschutz“ das Ziel gesetzt, die Energie-versorgung bis zum Jahre 2050 komplett auf regenerative Energiequellen umzustellen. Daher rief das Energiereferat Ende August 2016 Frankfurter Bürgerinnen und Bürger, die sich in Vereinen, Verbänden und Stiftungen engagieren, dazu auf, sich im Rahmen ihrer Initiativen mit Nachbarschaftsprojekten für den Klimaschutz zu bewerben. Ziel des Projektwettbewerbs war es, eine finanzielle Unterstützung für Projektvorschläge im Rahmen des Förderaufrufs „Kurze Wege für den Klimaschutz“ bereitzustellen. „Klimaschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, erläutert Hanna Jaritz, Projektleiterin „Masterplan 100 % Klimaschutz“. „Die drei Gewinnerprojekte aus Frankfurt fördern ein klimafreundliches Handeln im Alltag und stärken die Nachbarschaft“. Damit zahlen sie auch in den Team-Gedanken „Gemeinsam umdenken und umschalten!“ der neuen stadtweiten Klimaschutzkampagne, „Danke, dass Du was für das Klima machst“ ein.

Begegnungsstätte und Gemeinschaftsgarten „Tortuga Eschersheim“

Transition Town Frankfurt e.V. wird die Einrichtung und den Betrieb eines öffentlichen Gartens (Urban Gardening) in der Grünanlage am Wasserturm (Am Lindenbaum/ Kirchhainer Straße) als Begegnungsfläche auf Nachbarschaftsebene vorantreiben. Geplant ist unter anderem, in nachbarschaftlicher Gemeinschaftsarbeit Hochbeete aus recyceltem Palettenholz zu bauen, Pflanzen¬workshops sowie Samentausch- und Setzlingsbörsen durchzuführen. Am 15. März findet eine Informationsveranstaltung in der Andreasgemeinde, Kirchhainer Straße 2, statt.

Kontakt: Transition Town Frankfurt am Main e. V., Im Uhrig 28, 60433 Frankfurt am Main, Projektleitung: tortuga@transition-town-frankfurt.de


„Klimawerkstatt Ginnheim“

Die „Klimawerkstatt Ginnheim“ will nachhaltiges Leben im Stadtteil gemeinsam leichter machen: für mehr Austausch und weniger CO2. Die Werkstatt bietet ein umfangreiches Programm, bei dem sich die Menschen zum nachhaltigen lokalen Leben in Ginnheim und dem globalen Klimawandeln austauschen können. Wissen rund um Stadtgärtnern, Selbstversorgung oder Permakultur wird geteilt. In den kommenden zwei Jahren sollen viele Impulse und Ideen, angefangen bei Themen wie Stadtgärtnern und Sonnenofen über solidarische Landwirtschaft und Selbstversorgung bis hin zu Energiesparen und Upcycling vermittelt und im Alltag umgesetzt werden. Keimzelle der Initiative ist das Ginnheimer Kirchplatzgärtchen, eines der ersten Frankfurter Urban Gardening Projekte. Momentan finden die Angebote mobil und zu Gast im Frankfurter Verband, Nachbarschaftszentrum Ginnheim und anderen Einrichtungen statt. Und ein leerstehendes Wasserhäuschen soll hierfür auch zum Ort der Begegnung und des Austausches werden.

Kontakt: Sybille Fuchs, Kirchplatzgärtchen e.V. Ginnheimer Hohl 12, 60431 Frankfurt am Main, kirchplatzgaertchen@yahoo.de. Weitere Infos unter: https://www.facebook.com/Klimawerkstatt-Ginnheim-138278273527013/

„Heddernheim im Wandel - Starke Nachbarschaften für Klimaschutz und Lebensqualität“

Das Projekt informiert, begeistert und lädt Bürgerinnen und Bürger sowie lokale Akteure zu nachbarschaftlichem, klimaschonendem Handeln ein. Im Begegnungszentrum Heddernheim, einer Einrichtung des Frankfurter Verbands, finden in den nächsten zwei Jahren zahlreiche Veranstaltungen der neuen Transition Town Initiative statt. Heddernheim im Wandel möchte "Einladen" zu Vernetzung und Kooperation, "Inspirieren" durch Filmvorführungen, Vorträge und Lesungen sowie "Begeistern" durch praktische Workshops und Möglichkeiten zum Ausprobieren. Ein Kochclub mit Gemüse aus solidarischer Landwirtschaft und ein FairTeiler für gerettete Lebensmittel sensibilisieren für die Klimarelevanz von Lebensmitteln. Die Reparatur von defekten Elektrogeräten, Spielzeug und Kleidung im Reparatur Café verringert die Produktion von Neugeräten und entlastet die Entsorgung. Mit Lastenfahrrädern zum Ausleihen und Fahrradreparatur wird die CO2-neutrale Mobilität gestärkt. Gegenseitige Unterstützung und gemeinsames Lernen in der Nachbarschaft ermöglicht es, die verschiedenen Aspekte des Klimaschutzes in den Alltag zu integrieren - und die Lebensqualität im Stadtteil langfristig zu erhalten.

Kontakt: Transition Town Frankfurt e.V., Imke Eichelberg (Projektleitung „Heddernheim im Wandel“), Mail: imke@transition-town-frankfurt.de, Tel. 0157 88 900 226.