Logo FRANKFURT.de

11.10.2017

Energiereferat und Verbraucherzentrale Hessen warnen vor Irreführung mit Energieausweisen

Betrüger versuchen Energieausweise am Telefon anzudrehen

Das Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main und die Verbraucherzentrale Hessen warnen vor einer neuen Telefonmasche. Dabei melden sich Anrufer meist bei älteren Bürgerinnen und Bürgern mit einem unerlaubten Werbeanruf und behaupten, dass es jetzt gesetzlich vorgeschrieben sei, dass Eigenheimbesitzer einen Energieausweis benötigen oder das dieser geprüft werden müsse. Im Anschluss versuchen die Anrufer, einen Termin zu vereinbaren, um persönlich vorbei zukommen, um dann weitere Verträge anzudrehen. Beim Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main, dem Energiepunkt FrankfurtRheinMain e.V. und bei der Verbraucherzentrale haben sich in den letzten Wochen mehrere Personen gemeldet und von dieser neuen Masche berichtet.

Nicht jeder Eigenheimbesitzer benötigt einen Energieausweis

„Die Behauptung, dass es gesetzlich vorgeschrieben sei, dass jeder Eigenheimbesitzer einen Energieausweis benötigt, ist schlichtweg falsch“, sagt Wiebke Fiebig, Leiterin des Energiereferats der Stadt Frankfurt am Main. „Energieausweise brauchen nur Immobilienbesitzer, die ein Haus verkaufen oder eine Wohnung neu vermieten wollen“. Eigentümer, die an einer Energieberatung interessiert sind oder Fragen zum Energieausweis haben, können sich beim Energiepunkt FrankfurtRheinMain e.V. oder bei der Verbraucherzentrale melden und einen persönlichen oder telefonischen Beratungstermin vereinbaren:

Energiepunkt FrankfurtRheinMain e.V.
Energieberatungszentrum
Ginnheimer Straße 48
60487 Frankfurt am Main
+49 (0)69 213 83999
info@energiepunkt-frankfurt.de
http://www.energiepunkt-frankfurt.de


Verbraucherzentrale Hessen e.V.
Große Friedberger Straße 13-17
60313 Frankfurt am Main
+49 (0)69 972010-900
energie@verbraucher.de
http://www.verbraucher.de

Keinen Termin vereinbaren und keinen Zutritt gewähren

Das Energiereferat und die Verbraucherzentrale Hessen raten allen betroffenen Verbrauchern auf die Anrufer nicht einzugehen, keinen Termin zu vereinbaren und das Gespräch möglichst schnell zu beenden. Auf keinen Fall sollte die Tür geöffnet werden. Sollten Unterlagen zugeschickt werden – beispielsweise Auftragsbestätigungen oder Zahlungsaufforderungen – kann der Verbraucher von seinem Widerrufsrecht Gebrauch machen.

„Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Betrüger an der Haustür versuchen, weitere Verträge abzuschließen, beispielsweise zum Einbau neuer Fenster. Wir empfehlen den Verbrauchern sich nicht verunsichern zu lassen und auf keinen Fall darauf einzugehen“, so Beate Barczyk, Energiereferentin der Verbraucherzentrale Hessen.

Das Energiereferat und die Verbraucherzentrale legen allen Betroffenen nahe, den Vorfall bei der Polizei zur Anzeige zu bringen und den unerlaubten Werbeanruf bei der Bundesnetzagentur zu melden.