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07.12.2016

Neun Unternehmen starten Umweltmanagement-Projekt Ökoprofit 2017

Energiereferat gibt den Startschuss für die Ökoprofit-Runde 2017 mit neun namhaften Firmen aus Frankfurt und der Region

Heute steigen neun Unternehmen aus Frankfurt und der Region in der neuen Ökoprofit-Runde 2017 ein. Ökoprofit ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Stadt Frankfurt am Main und der örtlichen Wirtschaft, das auch von der IHK Frankfurt am Main, der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main und der Wirtschaftsförderung Frankfurt unterstützt wird. Es ermöglicht Unternehmen, Betrieben und Institutionen einen Einstieg in ein professionelles Umweltmanagement. Ziel von Ökoprofit ist es, die Betriebskosten bei gleichzeitiger Schonung der natürlichen Ressourcen zu senken und so eine Win-Win-Situation für die Unternehmen und den Klimaschutz in Frankfurt und der Region zu realisieren.

An der neuen Projektrunde 2017 nehmen teil:

• GWR gemeinnützige Gesellschaft für Wiederverwendung und Recycling mbH
• Hans-Joachim Hölz GmbH
• MOW Architekten BDA
• NOWEDA eG
• PricewaterhouseCoopers AG
• Stadtverwaltung Maintal
• Verband der Chemischen Industrie e.V.
• Verband der Sparda-Banken e.V.
• Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG

(in alphabetischer Reihenfolge)

Einjähriger Verbesserungsprozess

Die Teilnehmer durchlaufen ein Jahr lang einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Nach einer Bestandsaufnahme vor Ort, identifizieren externe Berater wirtschaftliche und umsetzbare Maßnahmen. Das können beispielsweise Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz sein, neue Ideen für die Abfallentsorgung- und Vermeidung oder auch Einsparoptionen für den Strom- und Kraftstoffverbrauch. Ökoprofit begleitet die Unternehmen parallel bei der Umsetzung der ausgewählten Maßnahmen.

Insgesamt haben bereits 63 Unternehmen am Ökoprofit-Einsteigerprojekt teilgenommen und so insgesamt mehr als 5,39 Millionen Euro eingespart und den CO2-Ausstoß um 43.223 Tonnen reduziert.

Netzwerke sind der Schlüssel zum Erfolg

Von besonderer Bedeutung ist bei Ökoprofit der Austausch mit den Teilnehmern der Projektrunde untereinander, zum Beispiel in regelmäßig stattfindenden Workshops. Nach Abschluss des einjährigen Projekts haben die Unternehmen zudem die Möglichkeit, in den Ökoprofit-Klub einzutreten, um Umweltmanagement-Themen mit Gleichgesinnten kontinuierlich auszutauschen. Aktuell sind 21 Unternehmen im Ökoprofit-Klub vertreten, der sich drei Mal im Jahr trifft. „Ökoprofit bietet Unternehmen konkrete Handlungsanreize und setzt Themen wie Energieeffizienz konkret auf die Agenda von Unternehmen“, erläutert Florian Unger, Projektleiter im Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main. Ökoprofit ist Teil des Frankfurter „Masterplan 100 % Klimaschutz“ und zahlt ein in die Klimaschutzziele der Stadt Frankfurt am Main. Bis 2050 will die Stadt

• eine Reduzierung des Energiebedarfs um 50 Prozent erreichen,
• eine Deckung des Restenergiebedarfs aus kommunalen und regionalen Erneuerbaren Energien realisieren und
• die Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 um mindestens 95 Prozent verringern.

Statements der Teilnehmer von Ökoprofit 2017

„Die GWR leistet mit ihren Aktivitäten im Bereich der Wiederverwendung von Elektrogeräten, Möbeln und Textilien und dem Recycling von Elektrogeräten bereits einen wichtigen Beitrag zum kommunalen Umweltschutz. Wir haben aber den Anspruch, alle Aspekte unserer Tätigkeit ökologisch zu optimieren“, sagt Norbert Mann, Geschäftsführer der GWR gemeinnützige Gesellschaft für Wiederverwendung und Recycling mbH.

„Wir als Architekten planen und verwirklichen für unsere Bauherren ressourcen-schonende und energieeffiziente Gebäude. Daher sind wir davon überzeugt, selbst als gutes Beispiel für eine erfolgreiche Energiewende voranzugehen: Unser „Green Team“ entwickelt unter dem Motto „Weiterdenken“ Ziele und Zukunftsvisionen für unsere Bauherren und unser Büro.“ MOW Architekten BDA

„Für die Ökoprofit-Runde 2017 haben wir uns das Ziel gesetzt, die Energieeffizienz an unserem Standort in Frankfurt weiter zu verbessern. Darüber hinaus freuen wir uns ganz besonders auf den intensiven Erfahrungsaustausch mit allen teilnehmenden Firmen zum Thema Umweltmanagement.“, sagt Claus Kütting, Umweltmanagementbeauftragter, der PricewaterhouseCoopers AG.

„Maintal ist seit mehr als 20 Jahren Mitglied im europaweiten Klimaschutz-Städtebündnis und eine der ‚100 Kommunen für den Klimaschutz‘. Deshalb ist es für uns konsequent, auch hier mit gutem Beispiel voranzugehen. Im Rahmen des Projekts Ökoprofit stellen wir uns einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess und werden Maßnahmen identifizieren, die unsere Ökobilanz optimieren. Wir freuen uns, dass wir mit der Hans Joachim Hölz GmbH ein weiteres Unternehmen am Wirtschaftsstandort Maintal gewinnen konnten, das ins betriebliche Umweltmanagement einsteigt“, erklärt Monika Böttcher, Bürgermeisterin der Stadt Maintal.

„Wir haben mit der Kernsanierung unseres Verbandsgebäudes bereits einen großen Schritt in Richtung Energieeffizienz getan. Der Austausch mit anderen Teilnehmer gibt uns sicherlich noch gute Anregungen für weitere Verbesserungen“, sagt Johann-Peter Nickel, Geschäftsführer Wirtschaft, Finanzen und IT beim Verband der Chemischen Industrie e.V.

„Die Gruppe der Sparda-Banken engagiert sich drei Jahren systematisch im Thema ‚Nachhaltigkeit‘. Als Verband möchten wir ein Signal setzen, dass wir dieses Engagement mittragen. Dafür bietet uns Ökoprofit eine tolle Chance“, sagt Uwe Sterz, Vorstand des Verbands der Sparda-Banken e.V.

„Mit Ökoprofit wurde ein Energieprojekt geschaffen, das hilft, unsere bereits umfangreichen Energieeinsparungen weiter auszubauen und noch zu verbessern“, sagt Ralf Zarbock, geschäftsführender Gesellschafter, Druck- und Verlagshaus Zarbock.

Ansprechpartner
 
Link-IconFlorian Unger
Telefon:+49 (0)69 212 39478
E-Mail:Link-Iconflorian.unger [At] stadt-frankfurt [Punkt] de