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23.02.2016

Ideenwettbewerb Klimaschutz - Gewinner erhalten Schecks

Gewinner präsentieren ihre Projekte: Umweltdezernentin Rosemarie Heilig zeichnet fünf Ideen für den Klimaschutz in Frankfurt aus

Scheckübergabe: Energiereferat fördert kreative Klimaschutzideen mit insgesamt 110.000,- Euro

In Frankfurt können dieses Jahr sechs kreative neue Ansätze im Klimaschutz ausprobiert werden. Die Gewinner des „Ideenwettbewerbs Klimaschutz 2015“ präsentierten heute auf einer Pressekonferenz in kurzen Vorträgen ihre Geschäftsidee. Einige Teile der Projekte waren dabei zum „Anschauen“, „Anfassen“ oder „Ausprobieren“ aufgebaut. So hatten die Teilnehmer Gelegenheit, sich einen „e-Transformer für den Klimaschutz“ anzuschauen, ein Lastenfahrrad zu fotografieren oder „klimafreundliche“ Häppchen zu probieren.

Umweltdezernentin Rosemarie Heilige überreichte jedem der sechs Gewinnern des „Ideenwettbewerb Klimaschutz 2015“ einen symbolischen Scheck und gratulierte zu den kreativen Ideen für den Klimaschutz. Mit den Preisgeldern können die jungen Unternehmen ihre neuen Geschäftsideen, die alle einen Bezug zum Klimaschutz haben, in die Tat umsetzen. Insgesamt stellte das Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main 110.000,- Euro zur Verfügung. „Ich bin begeistert über die frischen Geschäftsideen für den Klimaschutz“, sagte Rosemarie Heilig. „Sie alle zahlen auf unseren Masterplan 100 % Klimaschutz ein. Es sind Menschen wie Sie, die mit Ihrer Kreativität und Ihrem Mut, Neues zu wagen, den Klimaschutz in Frankfurt maßgeblich mit vorantreiben“.

Die ausgezeichneten Projekte im Überblick

• Projekt „Solarstrom für Mieter“

Das Unternehmen prosumergy hat ein Pilotprojekt zum Vor-Ort-Verbrauch von Solarstrom in Mehrfamilienhäusern eingereicht. Die Photovoltaik-basierte Mieterstrom-Lösung trägt unmittelbar dazu bei, den Energiebedarf aus erneuerbaren Energien zu decken und die Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger an den Vorteilen der Energiewende zu stärken. Die neue Lösung soll Preisvorteile der Solarstromversorgung auch Mietern zugänglich machen. Weitere Information zu prosumergy unter: http://www.prosumergy.de.

Foto der etransformers
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• Projekt „Superhelden der Energiewende - The e-transformers“:

Die aha! film GmbH wird ein Kommunikationskonzept für eine Wanderausstellung entwickeln und teilweise umsetzen. Mit kombinierten Elementen der Unterhaltung, der Wissensvermittlung und des Diskurses sollen die Stärken und die Handlungsoptionen des Masterplans für unterschiedliche Bezugsgruppen spielerisch nachvollziehbar gemacht werden.Mithilfe von Superhelden – sogenannten „e-transformern“ sollen dem Einzelnen Wege und Lösungen der Energiewende und des Klimaschutzes aufgeführt werden, wobei das primäre Ziel der Ausstellungskonzeption ist, den unterschiedlichsten Adressaten der Frankfurter Stadtgesellschaft durch die Metapher der „Superhelden“ eine unterhaltsame Übersetzungs- und Identifikationsebene des „Masterplan 100 % Klimaschutz“ anzubieten. Komplexe und vermeintlich fern liegende Themen sollen übertragbar auf eigene Lebensumstände und somit nachvollziehbar gemacht werden. Weitere Informationen über: http://www.aha-film.de.

• Projekt „Initiative 2proAuto“

Das Start-up flinc wird für die Initiative 2proAuto ausgezeichnet. Ziel der Initiative ist es, Fahrgemeinschaften auf der Kurzstrecke zu fördern und somit Treibhausgase und Staus deutlich zu reduzieren und Städte lebenswerter zu machen. Innovativ an 2proAuto ist, dass verschiedene Akteure wie Städte, Kommunen, Unternehmen oder Verkehrsanbieter sich beteiligen können. Dieses Netzwerk an Partnern fördert das Bewusstsein für das Potential des „freien Sitzplatzes“ – durchschnittlich sitzen in jedem PKW 1,2 Personen. Im Rahmen des Ideenwettbewerbs sind Aktionen und eine Kommunikationskampagne zur Förderung von Fahrgemeinschaften in Frankfurt geplant. Weitere Informationen unter: http://www.2proAuto.de.

• Projekt „Klimagourmet Kochkurse“:

Die Firma Genusswolke wird vom Energiereferat gefördert bei der Entwicklung eines Umweltbildungskonzeptes zum Thema „klimabewusste Ernährung“ und der Umsetzung von „Klimagourmet Kochkursen“. Die geschickte Verknüpfung eines Bildungskonzeptes mit Kochkursen überzeugte die Jury. Teilnehmer der Klimagourmet Kochkurse werden spielerisch über die CO2-Bilanz von Lebensmitteln aufgeklärt, setzen sich mit den Transportwegen der Produkte auseinander und lernen, klimafreundliche Gerichte zu kochen. Darüber hinaus wird ein Handbuch erstellt, mit dem auch „Laien“ eigenständig Klimagourmet-Kochkurse durchführen können. Weitere Informationen zu den Klimagourmet Kochkursen über info@genusswolke.de.

• Kooperationsprojekt „Moderne und CO2-neutrale Innenstadtlogistik mit Cargobikes und Lastenrädern“

Gleich zwei Ideen gab es im Bereich Mobilität zu einem CO2-neutralem Logistiksystem mit Cargo- und Lastenrädern für Transporte in der Innenstadt. Die P. Köhler und S. Bergen GbR wird gemeinsam mit Klaus Grund, Inhaber der KG-Vertrieb, hierfür ein Konzept entwickeln, Lastenfahrräder anschaffen und Pilotprojekte aufsetzen. Neuartigen Cargobikes verfügen über ein Zuladungsgewicht bis zu 250 Kilogramm. Damit ist der Transport von mehreren Umzugskisten, großen Einkaufstaschen oder gar Computern problemlos umweltfreundlich zu bewältigen. Weitere Informationen hierzu über cargobike.projekt@gmail.com und kg-vertrieb@web.de sowie im Internet unter: http://sachenaufrädern.de/

Der Ideenwettbewerb ist wichtiger Baustein des „Masterplan 100% Klimaschutz“

Der Ideenwettbewerb „Klimaschutz“ ist ein wichtiger Baustein im Gesamtkonzept des „Masterplan 100% Klimaschutz“, für den das Energiereferat verantwortlich zeichnet. Im Rahmen des „Masterplan 100% Klimaschutz“ hat sich die Stadt Frankfurt am Main dem Ziel verschrieben, bis 2050 den Energiebedarf um die Hälfte zu reduzieren. Die Deckung des Restenergiebedarfs soll 2050 zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien aus Frankfurt und der Region erfolgen. Gleichzeitig sollen die Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 um mindestens 95 Prozent reduziert werden.

„Deutschland ist bekannt für sein großes Innovationspotenzial. Wir möchten dieses Potenzial für den Klimaschutz nutzen und Ideen, die bisher nur in den Köpfen kreativer Menschen schlummern, zum Leben erwecken und fördern“, erläutert Wiebke Fiebig, Leiterin des Energiereferats der Stadt Frankfurt am Main, den Ansatz des Ideenwettbewerbs Klimaschutz. „Deshalb planen wir auch 2016 eine neue Runde des Ideenwettbewerbs Klimaschutz“.

Fragen zum Ideenwettbewerb beantwortet Max Weber, Projektleiter des „Ideenwettbewerbs Klimaschutz“ im Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main: max.weber@stadt-frankfurt.de.