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Urselbach

Lage

Der Ursprung des Urselbachs liegt unterhalb des großen Feldbergs, wo sich mehrere Quellen zunächst zum Haidtränkbach vereinen. Erst ab der Hohemark nennt man das Gewässer dann Urselbach. Der Bach fließt weiter durch Oberursel und den Frankfurter Ortsteil Niederursel. Er mündet schließlich in einer Höhe von 102 m ü NN am Campingplatz bei Heddernheim in die Nidda.

Charakter und Entwicklung

Der Urselbach hat eine Gesamtlänge von 18,5 km, wobei 4,2 km auf das Frankfurter Stadtgebiet entfallen. Namensgebend für den Urselbach ist Ursella, die ehemalige Bezeichnung für das über 1.200 Jahre alte Oberursel. Als Symbolfigur bei der Niederurseler Kerb gilt heute noch die Müllerin von Ursella, die auf die einst vielen Mühlen im Urselbachtal hinweist. Wegen des relativ starken Gefälles des Urselbachs und der Untergrundbeschaffenheit hat der Bach einen nur leicht gewundenen Verlauf. Außerhalb der bebauten Ortslagen der Stadt Franfurt am Main ist der Bach umgeben von Wiesen und Äckern. Die Ufer sind baumbestanden und weisen mit Erlen und Eschen Relikte eines ehemaligen Auenwaldes auf. Zwischen Krebsmühle und Hohemühle folgt der Urselbach nach seinem naturnahem Umbau in Höhe der Mönchwiese heute nahezu seinem alten Lauf. In der Ortslage von Niederursel zweigen drei Mühlgräben seitlich ab.
Der Abschnitt des Urselbachs im Mertonviertel wurde in den letzten Jahren naturnah umgebaut und abwechslungsreich gestaltet.

Erholung und Natur

Am gesamten Urselbach standen einst 42 Mühlen und nutzten dessen Wasserkraft. Im Bereich des Frankfurter Stadtgebietes finden sich auch heute noch Relikte dieser Mühlenanlagen. In Niederursel sind auf einer Strecke von etwa einem Kilometer noch Gebäude von vier ehemaligen Mühlen erhalten (siehe Freizeittipp 10).
Es ist geplant, den naturnahen Ausbau des Urselbachs im Mündungsbereich im Zusammenhang mit der Umgestaltung des Eschersheimer Niddawehres umzusetzen. Bachpaten pflegen den Urselbach und die angrenzenden Mühlgräben.