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Lärmobergrenze: Umweltdezernentin Heilig sieht Trendwende beim Fluglärm

"Zum ersten Mal werden dem Fluglärm Grenzen gesetzt"

Frankfurts Umweltdezernentin Rosemarie Heilig ist dem Hessischen Verkehrs- und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir dankbar, dass er ein 17 Jahre altes Versprechen aus der Mediation zum Flughafen-Ausbau nun entschlossen umsetzt.

"Der Interessensausgleich zwischen dem Wachstum des Flughafens und der Lebensqualität der Anwohner wurde in der Vergangenheit fast ausschließlich zugunsten des Flugverkehrs entschieden. Nun hat zum ersten Mal in der Geschichte des Flughafens ein verantwortlicher Minister eine verbindliche Lärmobergrenze definiert. Das ist eine Trendwende in der Hessischen Landespolitik", sagte Heilig am 7. November 2017.

Bereits im Jahr 2000 hatte das Mediationsverfahren eine Lärmobergrenze empfohlen, um die Auswirkungen des Flugverkehrs auf die Bewohnerinnen und Bewohner des Rhein-Main-Gebietes zu begrenzen. Nun ist es endlich soweit. Nach 17 Jahren gibt es erstmals ein Instrument, um den Lärm des Flughafens zu begrenzen. "Jeder, der mehr fliegen will, muss ab jetzt leisere Flugzeuge einsetzen," fasste Heilig das Konzept in einem Satz zusammen.
Die Lärmobergrenze für den Fluglärm gilt ab sofort.

Die Menschen in Frankfurt am Main und in der gesamten Region rund um den Flughafen sind von den negativen Folgen des Flugverkehrs, insbesondere durch den Fluglärm, betroffen. Die Ergebnisse der Lärmwirkungsstudie NORAH dokumentieren die Folgen des Fluglärms. Lärm macht krank, man gewöhnt sich nicht daran.
Mit der Lärmobergrenze wird ein deutliches Signal gesetzt, die einzelne Flugbewegung leiser abzuwickeln. Davon profitiert die gesamte Region, auch die Menschen, die im Nahbereich des Flughafens am meisten von Fluglärm betroffen sind.
Die weitere Entwicklung und der Einsatz von leiseren Flugzeugen sind entscheidend für die Reduzierung der Fluglärmbelastung. Nur so wird es gelingen, die Menschen spürbar zu entlasten.

Stadträtin Heilig äußerte ihr vollstes Verständnis für die vielen Betroffenen, die sich radikalere Maßnahmen zur Begrenzung des Fluglärms erhoffen. "Der nächste Schritt muss nun die Ausweitung des Nachtflugverbotes von 5 auf 6 und von 23 auf 22 Uhr sein. Aber: Die aktuelle Vereinbarung wird wegweisend für die künftige Entwicklung des Frankfurter Flughafens sein. Es wird kein ungebremstes Wachstum des Flughafens mehr geben. Die Verantwortung für die Begrenzung des Fluglärms liegt ab jetzt verstärkt bei der Fraport AG und den Fluggesellschaften."

Mit der Einführung der Lärmobergrenze wird auch eine langjährige Forderung des Magistrats der Stadt Frankfurt am Main umgesetzt.