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Stickstoffdioxidbelastung wird überprüft

An fünf zusätzlichen Stellen in der Stadt hat das Frankfurter Umweltamt gemeinsam mit dem Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) in den vergangenen Tagen Passivsammler für Stickstoffdioxid installiert.

Hintergrund der jetzigen Luftmessungen sind Ermittlungen von Greenpeace im vergangenen Jahr. Die Umweltorganisation hatte in Kooperation mit der Uni Heidelberg an 14 Stellen in Frankfurt Stichproben-Messungen von je 30 bis 60 Minuten durchgeführt und daraus den Jahresmittelwert hochgerechnet.

Ergebnis: Die Werte lägen allesamt über dem gesetzlichen Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. An den fünf ausgewählten Standorten hatte auch Greenpeace gemessen.

Die Standorte sind Römerberg, Reuterweg 81, Alte Oper (Bockenheimer Anlage), Börneplatz und Stegstraße (Sachsenhausen).
Die Proben werden monatlich entnommen und ausgewertet. Die Messungen sollen mindestens ein Jahr dauern, um belastbare Erkenntnisse über die Luftbelastung an den Standorten zu gewinnen.

Stickstoffdioxid (NO2) gilt als stark gesundheitsschädlich, deswegen sind Länder und Kommunen verpflichtet, bei Überschreitung des Grenzwerts Maßnahmen zur Reduzierung der Luftbelastung zu ergreifen. Als Hauptursache für die hohe NO2-Belastung in Großstädten gelten insbesondere Dieselautos.

Neben den Passivsammlern, welche bereits auch im Riederwald und auf dem Lerchesberg zum Einsatz kommen, wird die Luft in Frankfurt noch an drei dauerhaft installierten Stationen an der Friedberger Landstraße, an der Hanauer Landstraße und am Höchster Bahnhof gemessen. An der Friedberger Landstraße liegt die NO2-Belastung mit über 52 µg/m³ deutlich über dem Grenzwert.

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