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12.09.2017

Neubau der Brücke auf der Hanauer Landstraße über die Hafenbahn

Die Hanauer Landstraße ist mit ca. 35.000 Kraftfahrzeugen pro Tag eine der Hauptschlagadern im Frankfurter Osten. Seit mehr als 50 Jahren führt die 1962 erbaute Spannbetonbrücke den Verkehr über die Hafenbahn. Im Volksmund ist sie unter dem Namen "Neckermannbrücke" bekannt.

Aufgrund schwerwiegender Bauwerksschäden erfüllt die bestehende Brücke ihre Funktion nur noch eingeschränkt, deshalb gelten Gewichts- und Geschwindigkeitsbeschränkungen. Der Bau einer Ersatzbrücke hat daher höchste Priorität, um den heutigen und zu erwartenden Verkehrsverhältnissen im Frankfurter Osten gerecht zu werden.

Die Stadt Frankfurt am Main hat daher beschlossen, die Brücke im Zuge der Hanauer Landstraße über die Hafenbahn durch einen Neubau zu ersetzen. Die Hessische Landesregierung unterstützt die Stadt Frankfurt dabei im Rahmen der Verkehrsinfrastrukturförderung mit rund 3,7 Millionen Euro. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 9,68 Millionen Euro.

Für den Neubau, ein Rahmenbauwerk aus Beton, haben die vorbereitenden Arbeiten bereits begonnen: Hecken und Bäume wurden gerodet, die Netzdienste Rhein-Main (NRM) haben Leitungen verlegt. Fundamente und Teile des Widerlagers der Brücke sind hergestellt. Da eines der beiden Gleise der Hafenbahn auf Dauer entfernt wurde, kann die lichte Weite der Brücke deutlich reduziert werden. Im Zuge der Baumaßnahme wird eine an die Brücke anschließende Stützwand in Stahlbetonweise erneuert und an den aktuellen Stand der Technik angepasst.

Der zum Projekt gehörende Straßenbau erstreckt sich über eine Länge von rund 350 Metern. Im Umbaubereich erfolgt eine grundhafte Erneuerung der Fahrbahn und der beidseitig verlaufenden Geh- und Radwege. Der Oberbau der Straßenbahn wird in den relevanten Bereichen wiederhergestellt. Die Straßenausstattung (Markierungen, Beschilderung) und die Beleuchtung- / Oberleitungsmasten werden nach Abschluss der Baumaßnahme ebenfalls wiederhergestellt.

Das Verkehrsführungskonzept sieht während der gesamten Bauzeit eine 2+1-Verkehrsführung vor. D.h. stadteinwärts stehen dem Kfz-Verkehr wie gewohnt zwei Fahrstreifen zur Verfügung, stadtauswärts allerdings nur ein Fahrstreifen. Zusätzlich gilt in der ersten Bauphase eine Gewichtsbeschränkung von 12 t für den Schwerlastverkehr. Der LKW-Verkehr wird in dieser Zeit über eine Umfahrungsstrecke umgeleitet. Wenn der mittlere Bauwerksbereich ersetzt wird, ist die Straßenbahn außer Betrieb. Ein Schienenersatzverkehr gewährleistet für die bis zu 12-wöchige Gleissperrung (voraussichtlich ab Ostern 2018) den öffentlichen Personennahverkehr. Auch die Hafenbahn wird mehrfach für bis zu einer Woche gesperrt. Mit Einschränkungen auf der Brücke (Hanauer Landstraße) ist zu rechnen.

Die Baumaßnahme soll Ende 2018 abgeschlossen sein. Im Anschluss werden die Bauflächen renaturiert.