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Einführung des Lagebezugssystems ETRS89/UTM beim Stadtvermessungsamt

Die „alt bekannten“ Gauß-Krüger-Koordinaten (GK) - im Deutschen Hauptdreiecksnetz (DHDN90) - wurden durch ETRS 89/UTM-Koordinaten abgelöst.

1. Warum wird ein Raumbezugswechsel notwendig?

Die Vielzahl der Lagebezugs- und Abbildungssysteme in Europa erschwert die Zusammenführung und effiziente Nutzung von Geodaten aus unterschiedlichen Quellen. Um eine einheitliche Basis für Karten in Europa zu schaffen, empfiehlt die EU auf das Bezugssystem ETRS89 (Europäisches Terrestrisches Referenzsystem 1989) umzustellen.

Auf Länderebene (Deutschland) wurde mit dem Beschluss der Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder (AdV) vom Mai 1991 die Einführung des Bezugssystems ETRS89 für alle amtlichen Geobasisinformationen (Liegenschaftskataster und Geotopographie) beschlossen. Für die Abbildung des dreidimensionalen Raumes in die Kartenebene hat sich die AdV für die weltweit etablierte UTM-Abbildung entschieden.

2. Was ändert sich?

Mit der Umstellung ändert sich nicht nur das Bezugssystem (von DHDN nach ETRS89), sondern auch die Abbildung in die Kartenebene (von Gauß-Krüger nach UTM). Da der Abbildungszylinder bei der UTM-Abbildung im Gegensatz zur Gauß-Krüger-Abbildung die Erdkugel durchstößt, erfolgt im Bereich des Mittelmeridians eine verzerrte Darstellung in der Kartenebene, die korrigiert werden muss.

Zwischen GK- und UTM-Abbildung können folgende Unterschiede festgestellt werden:

Darstellung der Streifen- bzw. Zonenbreite und Koordinatenbeispiel für Frankfurt a. M.:

3. ETRS89/UTM - Umstellung beim Stadtvermessungsamt

Das Land Hessen (Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation - HVBG) ist im Jahr 2010 auf das neue amtliche Bezugssystem ETRS89/UTM umgestiegen.

Das Stadtvermessungsamt Frankfurt a. M. war daher verpflichtet, ebenfalls diese Umstellung durchzuführen, um weiterhin die Konformität der eigenen Geodaten (u.a. Stadtgrundkarte und kleinmaßstäbige Karten) mit den Landesdaten zu gewährleisten. Diese Umstellung fand im Februar 2013 statt und erfolgte mit der Einführung einer neuen BasisGIS-Software und Migration der Geodaten des Stadtvermessungsamtes in ein neues ALKIS/ATKIS-konformes Datenmodell. Seitdem erfolgen Datenlieferungen nur noch im ETRS89/UTM.

Ansprechpartner
 
Link-IconMerle Reineke
Telefon:+49 (0)69 212 31379
E-Mail:Link-Iconmerle.reineke [At] stadt-frankfurt [Punkt] de