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Deformationsmessungen an Frankfurter Mainbrücken

Das Amt für Straßenbau und Erschließung der Stadt Frankfurt ist u. a. für die Verkehrssicherungspflicht von Straßen, Brücken und sonstigen Bauwerken verantwortlich.

Einige der Frankfurter Mainbrücken besitzen Brückenpfeiler, die bei einem möglichen Schiffsanprall, einem Jahrhundert-Hochwasser oder einem sonstigen außergewöhnlichen Ereignis Deformationen unterliegen können. Das Stadtvermessungsamt wurde aus diesem Grund beauftragt, ein nachhaltiges Messkonzept zur Erfassung dieser Deformationen zu erstellen. Ziel dieses Messkonzepts ist es, den Unterschied zwischen einer Nullmessung und der Messung im oder nach einem Schadensfall erfassen und dokumentieren zu können. Insbesondere soll eine Aussage über die Größe des Schadens getroffen bzw. Rückschlüsse auf die Schädigung und Standsicherheit der Brückenpfeiler getroffen werden können (Verschiebung, Schiefstellung, Deformation).

Bei den zu untersuchenden Brücken handelt es sich um die Friedensbrücke (Foto), den Eisernen Steg, die Untermainbrücke, die Ignaz-Bubis-Brücke und die Flößerbrücke.

Im Zuge der Überlegungen nach einem geeigneten Messkonzept erwies sich recht schnell das terrestrische Laserscanning (TLS) als optimale Vermessungsmethode. Vorteil ist hier insbesondere die flächenhafte Erfassung, die die genaue Modellierung der Pfeilerebenen ermöglicht. Auch kann bei diesem Verfahren die Aufnahme der Brückenpfeiler von beiden Mainseiten mit ausreichender Genauigkeit (< 1 cm) erfolgen, so dass die geforderten Beurteilungen angestellt werden können. Um den Vergleich mit der Nullmessung im Schadensfall abzusichern, beinhaltet das Messkonzept auch die Herstellung eines Grundlagennetzes rund um die Brücken.

Unterstützend zum TLS ist zukünftig auch der Einsatz von Koptern (UAV) in Kombination mit photogrammetrischen Methoden denkbar, wie er im Zuge von größeren Brückensanierungen bei anderen deutschen Großstädten bereits zum Einsatz kommt.

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