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Seltener Fund im Stadtgebiet

Wer als Fußgänger oder Wanderer durch Flur und Wald seines Weges zieht, findet immer wieder ganz besondere alte Steine: Sogenannte historische Grenzsteine bzw. Grenzmale. Häufig mit Landeswappen versehen und speziell eingravierten Jahreszahlen zeugen sie für ein Alter, das auf ehemalige Grafschaften oder Herzogtümer schließen lässt.

Weitaus seltener sind solche Steine innerhalb von bebauten Gebieten zu finden, umso mehr Aufsehen erregte der Fund, als man im Zuge einer Straßenerneuerungsmaßnahme auf einen solchen alten Grenzstein stieß. Tief unterhalb des eigentlichen Straßenaufbaus befand sich der im Bild ersichtliche „Senior“ mit seinem stolzen Alter von 210 Jahren. Die Gravuren auf diesem Stein stehen vermutlich für die Abgrenzung der beiden betreffenden Ländereien: Großherzogtum Nassau sowie Frankfurt, im Jahre 1806.

Die Aufgabe des Stadtvermessungsamtes bestand nun darin, die genaue Lage des Fundes vermessungstechnisch zu bestimmen, um den Stein nach erfolgtem Neuausbau der Straße an exakt die gleiche Stelle der Lage nach setzen zu können. Die Bilder verdeutlichen die Situation zwischen vor und nach dem Ausbau der Straße.

Diese alten Steine werden sowohl im Sinne der Denkmalpflege als auch im Sinne des Fachbezuges gleich von mehreren Landesämtern katalogisiert und inventarisiert, stellen sie doch einen Teil der territorialen Geschichte, der örtlichen Grenzen oder einfach nur Grenzen für besondere Nutzungen dar.

In Hessen beschäftigen sich nicht nur eine Reihe von ehrenamtlichen Obmännern, sondern auch spezielle Vereine mit diesen historischen Zeitzeugen.

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