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12.07.2016

Dokumentation zur Zweiten Frankfurter Fachtagung

Wie ticken Jugendliche? Welche Rolle spielt Cannabis in ihrem Alltag? Was sind ihre Motive, zu kiffen und wie kann Jugendschutz gelingen? Antworten, Thesen und Positionen zu diesen und weit mehr Fragen sind nachzulesen in der druckfrischen Dokumentation der zweiten Frankfurter Fachtagung „Jugendliche und Cannabis – wir sprechen darüber: Miteinander, sachlich, kontrovers, offen“, die das Frankfurter Drogenreferat in Kooperation mit dem Gesundheitsdezernat im Herbst 2015 organisierte. Auf knapp 100 Seiten sind in dem Reader alle Tagungs-Referate mit Info-Grafiken, Diskussionen über 16 Tischthemen, Twitter-Beiträge und Statements von Frankfurter Schülerinnen dokumentiert. Ihre zentrale Botschaft: Jugendliche wollen offen über Cannabis reden können – ohne Tabus und auf Augenhöhe mit fachkompetenten Erwachsenen. Sie wünschen sich umfassende, sachliche Informationen und einen differenzierten Blick, der zwischen jugendlichem Probierverhalten, gelegentlichem Konsum und Missbrauch unterscheidet.
„In diesem Sinne müssen wir Handlungsspielräume ausloten, suchtpräventive Angebote zum Standard an Schulen machen und Tipps zu Safer Use und Harm Reduction als Bestandteile der Prävention anerkennen“, fordert die scheidende Gesundheitsdezernentin Rosemarie Heilig.

Ziel müsse sein, Jugendliche vor den negativen Folgen des Konsums zu bewahren, ohne jugendliches Experimentierverhalten zu kriminalisieren und zu tabuisieren. Das geltende Betäubungsmittelgesetz indes erschwere den offenen Umgang mit der illegalen Droge, für die es qua Gesetz auch keinen Jugendschutz gebe.

Zwei große Frankfurter Fachtagungen zu Cannabis mit Experten aus dem In- und Ausland hat das Drogenreferat in Kooperation mit dem Gesundheitsdezernat bisher organisiert. Ziel sollte sein, eine fachlich-sachliche Diskussion über den Umgang mit Cannabis in all seinen Facetten anzustoßen.

Die eben erschienene Dokumentation „Jugendliche und Cannabis – wir sprechen darüber: Miteinander, sachlich, kontrovers, offen“ kann zum Preis von 7,40 Euro beim Drogenreferat der Stadt Frankfurt am Main bestellt werden. E-Mail: drogenreferat@stadt-frankfurt.de, Telefon: 069 / 212 30124.

Dort ist auch noch die Dokumentation zur ersten Frankfurter Fachtagung „Cannabis – wir sprechen darüber: Miteinander, sachlich, kontrovers offen“, zu haben.