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Asbest in Gebäuden oder in Nachtspeicherheizgeräten

Spritzasbest in Gebäuden
Die Bewertung von und der Umgang mit Spritzasbestprodukten in Gebäuden ist in der „Asbestrichtlinie“ festgelegt, die in den Bauordnungen der Länder rechtsverbindlich festgeschrieben wurde. Demnach müssen die entsprechenden Gebäude begangen werden und im Hinblick auf die Art der Asbestverwendung, den Oberflächenzustand, Beeinträchtigung des asbesthaltigen Materials und Zugänglichkeit durch die Nutzer mit einer definierten Punktzahl bewertet werden. Je nach Punktzahl ist dann eine Sanierungsnotwendigkeit gegeben, mit unterschiedlicher Dringlichkeit. Generell sieht die Asbestrichtlinie drei Sanierungsverfahren vor: Entfernung, Verfestigung und Beschichtung, räumliche Trennung.

In Frankfurt am Main wurde über die Vorschriften der Asbestrichtlinie hinaus – aus Vorsorgegründen – in sämtlichen städtischen Kindereinrichtungen inzwischen spritzasbesthaltige Materialien total entfernt.

Asbest in Nachtspeicherheizgeräten
In Nachtspeicherheizgeräten waren bis in die 80er Jahre aus Brandschutzgründen Asbestmaterialien zwingend vorgeschrieben; in den neuen Öfen werden andere Materialen verwendet. Im Rahmen einer Untersuchung der Stadt Frankfurt an 60 Nachtspeicheröfen mit asbesthaltigen Materialien wurden bei 58 der Öfen – Luftmessung am Luftauslaß unter Nutzungssimulation – keine Asbestfasern in der Luft festgestellt, bei zwei Öfen lagen die Konzentrationen bei 120 und 330 F/m3.

Der Umgang mit alten Nachspeicheröfen ist in einer Richtlinie des hessischen Ministeriums für Landesentwicklung, Wohnen, Forsten und Naturschutz festgelegt.