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Umweltmedizin

Was ist Umweltmedizin?

Die Umweltmedizin ist ein junges Fach in der Medizin. Man kennt zwei Bereiche der Umweltmedizin, wobei die genaue Abgrenzung schwierig ist:

Individualmedizinischer Bereich: „... umfasst die medizinische Betreuung von Einzelpersonen mit gesundheitlichen Beschwerden oder auffälligen Untersuchungsbefunden, die von ihnen selbst oder ärztlicherseits mit Umweltfaktoren in Verbindung gebracht werden“ (Definition des deutschen Ärztetags, 1992).

Bevölkerungsbezogener Bereich: „... ist ein interdisziplinäres Fachgebiet, das sich mit der Erforschung, Erkennung und Prävention (Vorbeugung) umweltbedingter Gesundheitsrisiken und Gesundheitsstörungen... befasst“.

Die bevölkerungsbezogene, präventiv ausgerichtete Umweltmedizin ist seit Jahrzehnten eine wesentliche Aufgaben des öffentlichen Gesundheitsdienstes, während individualmedizinisch ausgerichtete umweltmedizinische Beratungsstellen nicht an allen Gesundheitsämtern existieren. Grundsätzlich liegt die Behandlung umweltassoziierter oder umweltbedingter Gesundheitsbeeinträchtigungen im Aufgabenbereich der stationären oder ambulanten Krankenversorgung, d.h. bei den Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten.

Die umweltmedizinische Arbeit der Abteilung Umweltmedizin und Hygiene im Amt für Gesundheit Frankfurt erstreckt sich auf bevölkerungemedizinische Fragestellungen, auf das Angebot einer umweltmedizinischen Beratung und auf die Initiierung eines umweltmedizinischen Qualitätszirkels für Umweltmediziner in der Region.

Im Oktober 2002 konnte die Abteilung Umweltmedizin und Hygiene des Amtes für Gesundheit ihr 10-jähriges Jubiläum im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung feieren, in der die Themen Umweltmedizin und Trinkwasserhygiene in 3 Vorträgen namhafter Wissenschaftler behandelt wurden. Zu diesem Anlass wurde auch ein Tätigkeitsbericht vorgelegt, der einen Überblick über die Ergebnisse der Arbeit der Abteilung gibt.