Logo FRANKFURT.de

Gesundheitliche Beratung für Prostituierte

Das Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) „Gesetz zur Regelung des Prostitutionsgewerbes sowie zum Schutz von in der Prostitution tätigen Personen“ ist am 01.07.2017 in Kraft getreten. Mit dem Gesetz wird beabsichtigt, die in der Prostitution Tätigen besser zu schützen, ihr Selbstbestimmungsrecht zu stärken, ihren Gesundheitsschutz zu fördern, bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen und Kriminalität in der Prostitution wie z.B. Menschenhandel oder Gewalt zu bekämpfen.

Wer muss sich gesundheitlich beraten lassen und wo findet das statt?

Eine gesundheitliche Beratung müssen alle in der Prostitution Tätigen im Gesundheitsamt wahrnehmen. Prostituierte werden durch das Gesetz als Personen definiert, die eine erotische oder sexuelle Dienstleistung (z.B. auch Tantra-Massage oder Escort-Leistungen) gegen Entgelt erbringen.

Die nach § 10 ProstSchG vorgeschriebene gesundheitliche Beratung ist seit dem 01.07.2017 im Gesundheitsamt Frankfurt, Breite Gasse 28 möglich. Dabei handelt es sich um eine Beratung und KEINE Untersuchung.

Warum muss man sich gesundheitlich beraten lassen?

Mit der Gesundheitsberatung soll sichergestellt werden, dass alle Prostituierten Zugang zu wesentlichen Informationen zum Gesundheitsschutz erhalten. Je nach Situation der zu beratenden Person können in der Beratung Fragen zur Verhütung sexuell übertragbarer Krankheiten, zum Mutterschutz oder zu Risiken des Drogengebrauchs besprochen werden.
Die gesundheitliche Beratung ist eine durch das Gesetz vorgeschriebene Voraussetzung für die Anmeldung in der Kommune, in der man überwiegend tätig ist. In Frankfurt sind derzeit die Anmeldemodalitäten noch nicht geklärt. Jedoch müssen sich die bereits in der Prostitution Tätigen ab 01.07. – 31.12.2017 gesundheitlich im Gesundheitsamt beraten lassen.

Wie läuft die gesundheitliche Beratung ab?

1. Terminvereinbarung unter der Telefonnummer 069/212 433 43 oder per Mail an ProstSchG@stadt-frankfurt.de

2. Persönliches Erscheinen zu dem vereinbarten Termin im Gesundheitsamt Frankfurt, Breite Gasse 28, 2. Stock. Anmeldung im Zimmer 2.07 mit Personalausweis oder Reisepass.

3. Durchführung des persönlichen Beratungsgesprächs mit einer Sozialarbeiterin und ggf. einer Dolmetscherin.

4. Ausstellung der Bescheinigung über die erfolgte gesundheitliche Beratung auf den Namen der/des Prostituierten.

Was ist eine Aliasbescheinigung?

Die Aliasbescheinigung ist eine Zusatzbescheinigung mit erfundenem Künstler-oder Arbeitsnamen. Die Aliasbescheinigung dient dem Schutz der persönlichen Daten der Prostituierten.

Wie oft muss die gesundheitliche Beratung erfolgen?

Bei Personen über 21 Jahren:
Bei einer Erstanmeldung bis zum 31.12.2017 muss man erst nach zwei Jahren eine weitere Gesundheitsberatung in Anspruch nehmen.
Bei einer Erstanmeldung nach dem 31.12.2017 ist jährlich eine weitere Gesundheitsberatung nötig.

Bei Personen zwischen 18 und 21 Jahren:
Bei einer Erstanmeldung bis zum 31.12.2017 muss man erst nach einem Jahr eine weitere Gesundheitsberatung in Anspruch nehmen. Bei einer Erstanmeldung nach dem 31.12.2017 ist halbjährlich, d.h. mindestens alle 6 Monate eine Gesundheitsberatung notwendig.


Ansprechpartner

Gesundheitsamt
Abteilung Medizinische Dienste
2.Stock, Zimmer 2.07
Breite Gasse 28
60313 Frankfurt am Main

Terminvereinbarung unter:
Telefon: 069 212 – 43343
Email: ProstSchG@stadt-frankfurt.de