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PAK - Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe in Parkettkleber – Auswirkungen auf die innere Belastung der Bewohner

Nach Bekanntwerden verschiedener Schadstoffe in Parkettkleber- und in Hausstaubproben aus den ehemaligen US-Housing im Jahre 1997/8 waren viele Eltern um die Gesundheit ihrer Kinder besorgt. Das Gesundheitsamt nahm diese Sorgen der Betroffenen auf und bot ihnen die Möglichkeit einer umweltmedizinischen Beratung und Untersuchung an. Mehr als 1200 Menschen nahmen dieses Angebot an und besuchten die Sprechstunde. 1999 wurden die hier erhobenen Ergebnisse der Blut- und Urinuntersuchungen auf PAK, PCB und Pestizide oder deren Stoffwechselprodukte in einem ausführlichen Bericht vorgelegt: Zusammen-hänge zwischen äußerer Belastung im Hausstaub und innerer Belastung im Blut oder Urin waren durchweg nicht erkennbar (siehe Humanbiomonitoring-Bericht).

Die Auswertung der von den Eltern ausgefüllten Fragebögen von mehr als 600 Kindern und Jugendlichen aus den ehemaligen US-Housing, die das Angebot der umwelt-medizinischen Sprechstunde des Gesundheitsamtes annahmen, erbrachte:

  • keinen Hinweis, dass Kinder aus den ehemaligen US-Housing vermehrt an den erfragten Erkrankungen oder Symptomen gelitten hätten - im Vergleich mit Kindern aus zwei anderen Untersuchungen im Raum Frankfurt und Südhessen.
  • keine systematischen Hinweise, dass die in den Hausstäuben festgestellten Schadstoffe bzw. die inneren Belastungen mit PAK, PCB und Pestiziden im Blut bzw. deren Stoffwechselprodukten im Urin zu vermehrten Erkrankungen, Symptomen oder Beschwerden bei den Kindern und Jugend-lichen geführt hätte.
  • deutliche Hinweise, dass eine Passivrauchbelastung in der Wohnung zu unerwünschten Auswir-kungen auf die Gesundheit der Kinder führt und insbesondere Symptome der Atemwege, aber auch vermehrte Übelkeit verursacht.

D.h. die gefundenen Schadstoffbelastungen im Parkettkleber und Hausstaub – die bei Überschreitung entsprechender Prüf- und Handlungswerte umfangreiche Sanierungen zu Folge hatten – hatten keinen erkennbaren Einfluss auf den Gesundheitszustand der untersuchten Kinder und Jugendlichen. Die ergriffenen Sanierungsmaßnahmen waren offenbar – wie auch bei der Ableitung der Prüf- und Handlungswerte beabsichtigt – weit im Vorsorgebereich.

Auführlicher Bericht "Symptome bei Kindern", Teile 1-3 als pdf-Datei
Ebenso: Ausführlicher Bericht „Humanbiomonitoring“ und weitere Publikationen finden Sie in den Downloads.

Stand: August 2017