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Hygiene in Krankenhäusern - Händehygiene

Händehygiene/Händedesinfektion ist die wichtigste Maßnahme zur Verhütung von Krankenhausinfektionen. Schon vor mehr als 150 Jahren konnte Semmelweiß in Wien durch Einführung der Händedesinfektion – eine einfache Maßnahme - die Müttersterblichkeit (Wöchnerinnen) von ca. 18% auf unter 3% senken. Leider ist noch immer festzustellen, dass die Umsetzung der Empfehlungen zur Händedesinfektion oft nicht im ausreichenden Umfang erfolgt und hier Verbesserungsbedarf besteht.

Auf der Grundlage der KRINKO Empfehlung „Händehygiene“ (KRINKO 2000) wurden im Jahr 2006 Mitarbeiter der Krankenhäuser zu Grundlagen der Händehygiene befragt und gebeten, eine Händedesinfektion durchzuführen. Parallel wurde der Händedesinfektionsmittelverbrauch der Häuser erhoben. Dieser wird seither dem Gesundheitsamt stationsbezogen gemeldet und dort auf Patiententage bezogen ausgewertet.
Der patiententagebezogene Händedesinfektionsmittelverbrauch in den Frankfurter Kliniken wird den Einrichtungen zurückgespiegelt – im anonymisierten Vergleich mit den anderen Kliniken in Frankfurt. Er nimmt über die Jahre zu und liegt in den letzten Jahren stets über dem bundesweiten Verbrauch.

Auf Betreiben des Gesundheitamtes nehmen seit 2008 alle Frankfurter Häuser an der Aktion Saubere Hände (ASH) teil. Sie verpflichten sich damit, Kampagnen zur Verbesserung der Händedesinfektion durchzuführen und melden jährlich den Händedesinfektionsmittel-verbrauch an das Gesundheitsamt und die Aktion Saubere Hände. Frankfurt ist nach unserer Kenntnis die einzige Stadt, in welcher alle Kliniken teilnehmen.
Die Händehygiene ist auch die wichtigste Maßnahme zur Verhütung der Weiterverbreitung von Keimen mit Resistenzeigenschaften gegenüber Antibiotika, den sog. Multi-Resistenten Erregern (MRE). Mehr zu diesen Keimen erfahren Sie rechts im Link MRE-Netz.

Die wesentlichen Punkte zur sachgerechten Durchführung der Händedesinfektion finden Sie im Link "Händedesinfektion".
Die Ergebnisse zur Händehygiene in Frankfurter Kliniken finden Sie in den Jahresberichten der Abteilung sowie in nachfolgenden Publikationen:

  • Heudorf U, Stark S.:
    Umsetzung der Händehygiene in Frankfurter Kliniken. Hygiene und Medizin 2009; 34: 12-18.
  • Heudorf U.:
    Verbesserung der Händehygiene im Krankenhaus – Was kann das Gesundheitsamt tun? Gesundheitswesen 2008; 70: 415-417.



Stand: August 2017

Ansprechpartner
 
Link-IconAngelika Hausemann
Telefon:(069) 212 35109
Telefax:(069) 212 30475
E-Mail:Link-Iconangelika.hausemann [At] stadt-frankfurt [Punkt] de
Link-IconDr. Ulla Otto
Telefon:(069) 212 33815
Telefax:(069) 212 30475
E-Mail:Link-Iconulla.otto [At] stadt-frankfurt [Punkt] de