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Hygiene in Krankenhäusern - Operationseinheiten

Im Jahr 2000 wurde die Einhaltung der Hygiene in den Operationseinheiten in den Frankfurter Krankenhäusern überprüft. Dabei besuchten Mitarbeiter des Amtes über jeweils einen ganzen Tag alle Operationsbereiche der Kliniken und notierten alle Beobachtungen in eine Checkliste, die auf der Grundlage der Fachempfehlung "Hygiene beim Operieren" der KRINKO erstellt worden war. Die Ergebnisse wurden publiziert und der Leiterin der Hygiene-Abteilung wurde hierfür im Jahr 2002 der Preis der Krankenhaus-Hygiene-Kongress-Stiftung (KHK-Preis) verliehen.

Wesentliche Knackpunkte waren im Jahr 2000: fehlende Wartung der Raumlufttechnischen Anlagen, offen stehende Türen und damit nicht funktionsgerechte RLT-Anlagen, noch in 40 % Nutzung gepuderte OP-Handschuhe, insbesondere aber die nichtvalidierte Aufbereitung von Medizinprodukten direkt im OP in sog. Blitz-Sterilisatoren.

Im Jahr 2007 wurde die Überprüfung der Operationsbereiche aller Kliniken wiederholt. Zwischen 2000 und 2007 waren zwei kleine Krankenhäuser (<300 Betten) und mehrere dezentrale OP-Bereiche von Kliniken geschlossen und in anderen Häusern neue OP-Einheiten gebaut worden. Mehr als ein Drittel der im Jahr 2007 erfassten 122 OP-Säle waren seit dem Jahr 2000 neu gebaut worden. Im Jahre 2007 war nicht nur die räumliche Ausstattung der OP-Bereiche, insbesondere mit Schleusen, besser als im Jahr 2000. Erhebliche Verbesserungen waren auch bei den OP-Materialien, der Flächenreinigung, der Aufbereitung des Anästhesiezubehörs und der OP-Instrumente zu verzeichnen. Die Aufbereitung der OP-Instrumente erfolgte inzwischen in allen Kliniken nach standardisierten und validierten Verfahren (2000: in keinem Haus validierte Verfahren und in 46 % der OP-Bereiche noch sog. Blitzsterilisatoren).

Insgesamt war im Jahre 2007 in den Frankfurter Kliniken eine deutlich verbesserte Struktur- und Prozessqualität der Hygiene in den OP-Bereichen als im Jahre 2000 festzustellen. Dies betraf nicht nur das Raumprogramm, sondern auch die eingesetzten OP-Materialien, die Flächendesinfektion, insbesondere aber die Aufbereitung der Medizinprodukte.

Weitere Einzelheiten können Sie dem Jahresbericht 2006-2008 S.26-30 und den Fachpublikationen entnehmen:

  • Heudorf U:
    Anforderungen der Hygiene bei Operationen und anderen invasiven Eingriffen – Richtlinie und Realität. Ergebnisse der intensivierten Überwachung der Operationseinheiten in Frankfurter Krankenhäusern durch das Gesundheitsamt im Jahre 2000. In: Knoll KH: Angewandte Krankenhaushygiene – Mitteilungen zur Realisierung von Hygienemaßnahmen in Gesundheitseinrichtungen”, Supplementheft 13,
    S.13-74.

  • Heudorf U, Hentschel W, Kutzke G, Pfetzing H, Voigt K: Anforderungen der Hygiene beim Operieren – Richtlinie und Realität. Ergebnisse der intensivierten Überwachung der Operationseinheiten in Krankenhäusern in Frankfurt am Main durch das Gesundheitsamt. Das Gesundheitswesen (2003) 65: 312-320

  • Heudorf U, Hofmann H, Kutzke G, Otto U:
    Hygiene beim Operieren – Ergebnisse der infektionshygienischen Überwachung von Operationseinheiten in Frankfurter Krankenhäusern 2007 im Vergleich mit 2000. Gesundheitswesen (2009) 71: 299-305.



Stand: August 2017

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