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MRSA und andere multiresistente Erreger sowie nosokomiale Infektionen in Frankfurter Krankenhäusern

Seit 2001 sind Krankenhäuser nach § 23 Infektionsschutzgesetz IfSG verpflichtet, bestimmte „nosokomiale Infektionen (Krankenhaus-infektionen) und das Auftreten von Krankheitserregern mit speziellen Resistenzen und Multiresistenzen aufzuzeichnen und zu bewerten. Dem zuständigen Gesundheitsamt ist auf Verlangen Einsicht in die Aufzeichnungen zu gewähren“. Darüber hinaus muss weiterhin – wie bisher auch – „das gehäufte Auftreten von nosokomialen Infektionen, bei denen ein epidemischer Zusammenhang wahrscheinlich ist oder vermutet wird“ gemeldet werden.

Im Rahmen der infektionshygienischen Überwachung nehmen die Mitarbeiter der Hygieneabteilung des Gesundheitsamtes Einsicht in die Unterlagen, darüber hinaus stellen alle Frankfurter Kliniken dem Amt die anonymisierten Daten zur Verfügung – über die gesetzliche Verpflichtung hinaus. Durch unterschiedliche Methoden der Infektionserhebung ist die Vergleichbarkeit der Daten zwischen den Krankenhäusern eingeschränkt, allerdings können innerhalb der Häuser selbst angesichts der über Jahre hin vorgelegten Aufzeichnungen Trends gut erkannt werden.

So ist allgemein erkennbar, dass sich die Situation bei MRSA in den letzten Jahren stabilisiert hat bzw. abnimmt, dass aber generell ein deutlicher Anstieg bei den gramnegativen Keimen mit Multiresistenz MRGN feststellbar ist:

Bakterien mit erweitertem Spektrum gegen beta-Laktamantibiotika ESBL nehmen zu. Dies ist nicht nur in Frankfurt, sondern generell in Deutschland und in der Welt der Fall.

Die meisten nosokomialen Ausbrüche – auch in Krankenhäusern – betreffen Magen-Darm-Erkrankungen wie z.B. Norovirus-bedingte Gastroenteritis, seltener werden auch andere Ausbrüche gemeldet, beispielsweise auch solche mit multiresistenten Erregern.

Weitere Informationen zu MRSA und anderen MRE (multiresistenten Erregern) erhalten Sie vom MRE Netz Rhein Main, das unter Federführung des Gesundheitsamtes im Jahre 2010 offiziell gegründet wurde. Informationen zu Ausbrüchen wurden in den Jahresberichten 2006/08 S.31 ff und 2009/10 S.41 ff zusammengestellt.

Stand: August 2017

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