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Frankfurter Sportentwicklungsplanung

Ein neuer Magistratsbericht zeigt die Ergebnisse und Maßnahmen im Rahmen der Frankfurter Sportentwicklungsplanung. So werden zum Beispiel Sport- und Bewegungsangebote, aber auch Bewegungsräume in der Stadt und Infrastrukturmaßnahmen ausführlich beschrieben. Der Magistratsbericht B 283 ist zu finden unter "Magistrats-Berichte SEP" in der rechten Spalte.

Die Frankfurter Sportentwicklungsplanung wurde bereits als "Beispiel guter Praxis" hervorgehoben.
Im Projekt "International Network to Implement EU National Physical Activity Guidelines on Infrastructure Development", kurz IMPALA.net genannt, arbeiten insgesamt 26 Organisationen aus 12 europäischen Ländern gemeinsam auf das Ziel hin, die EU-Leitlinie zur Verbesserung der Infrastruktur für Sport und körperliche Aktivität auf der lokalen Ebene in EU-Mitgliedstaaten umzusetzen. In einem Workshop auf nationaler Ebene in Frankfurt am Main wurde die Frankfurter Sportentwicklungsplanung als "Beispiel guter Praxis" besonders hervorgehoben.

"Wir freuen uns über diese Würdigung", sagt Georg Kemper, Leiter des bei der Durchführung der Frankfurter Sportentwicklungsplanung (SEP) federführenden städtischen Sportamtes. Die Frankfurter SEP wurde 2009/2010 zunächst stadtweit durchgeführt; inzwischen gab es außerdem eine "Stadtteil-SEP" in Fechenheim und eine weitere in Niederrad (Info s.u. sowie Berichte in der rechten Spalte).

Bewegungsfreundlich: Schulhof der Freiligrathschule in Frankfurt am Main Fechenheim © Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung
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Warum ist Sportentwicklungsplanung wichtig für eine Stadt?

Bewegung und Sport spielen eine bedeutende Rolle für Wohlbefinden und Lebensqualität, gerade auch für Menschen in der Großstadt. Wenn Bewegungsmangel dazu beiträgt, dass Menschen - auch schon in jungen Jahren - übergewichtig und womöglich krank werden, dann sind vielfältige und leicht zugängliche Sport- und Bewegungsmöglichkeiten besonders wichtig.

Um die Sportlandschaft bedarfsgerecht und zukunftsorientiert gestalten zu können, wurde im Auftrag des Sportamtes Frankfurt eine wissenschaftlich begleitete Sportentwicklungsplanung für die Stadt Frankfurt durchgeführt und auf Stadtteilebene für Fechenheim und Niederrad fortgesetzt.

Stadtteilbezogene Sportentwicklungsplanung für Fechenheim

Stadtrat Markus Frank begrüßte am 7. April 2014 Vertreterinnen und Vertreter der Fechenheimer Turn- und Sportvereine, der Schulen, Ortsbeirats-Fraktionen sowie mehrerer städtischer Ämter zur Auftaktveranstaltung für die erste Stadtteil- Sportentwicklungsplanung in Frankfurt: „Ich freue mich auf eine spannende und konstruktive Mitarbeit mit Ihnen und wünsche mir als Ergebnis ein funktionierendes Netzwerk für Bewegung und Sport in Fechenheim.“

Warum Fechenheim als Pilotstadtteil?
Zwei Gründe waren dafür ausschlaggebend, dass als Pilotprojekt für eine stadtteilbezogene Bewegungsraumplanung in Frankfurt der Stadtteil Fechenheim ausgewählt wurde:
Zum einen wurden aus dem Strukturdatenatlas der Stadt Frankfurt bestimmte Indikatoren als Kriterien herangezogen (z.B. Anteile junger/alter Menschen, Migrationsanteil, Statistiken über Schulabschlüsse und über Beschäftigung bzw. Arbeitslosigkeit etc.).
Zum zweiten wird die Sportentwicklungsplanung in Fechenheim als sinnvolle Ergänzung zu Programm und Auftrag der schon bestehenden Planungsgruppe „Familienfreundliches Fechenheim“ des Jugend- und Sozialamtes gesehen.

Diskussion zur Sportentwicklungsplanung Fechenheim am 7.4.2014 in der Saalbau-TSG-Halle © Stadt Frankfurt am Main, Sportamt
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Zur Einführung in das Thema berichteten Prof. Dr. Rütten (Institut für Sportwissenschaft und Sport, Erlangen) sowie Dr. Wetterich (Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung, Stuttgart) über den bisherigen Prozess und die Ergebnisse der Frankfurter Sportentwicklungsplanung, die sie seit 2009 wissenschaftlich begleiten.

Mit Fechenheimer Daten aus dem Strukturdatenatlas der Stadt Frankfurt sowie Ergebnissen der Bevölkerungs- und Vereinsbefragung stellten die beiden Wissenschaftler den lokalen Bezug zum Stadtteil Fechenheim her.

Schon die erste engagiert geführte Diskussionsrunde zu Themen wie z.B. "Vernetzung von Sportvereinen mit Schulen und Kindertagesstätten", "Infrastrukturangebot mit Sportplätzen und Sporthallen, Laufwegen und Bewegungsräumen" oder "Informationen über das Sport- und Bewegungsangebot im Stadtteil" zeigte schnell, dass das Interesse an einer kontinuierlichen Sportentwicklungsplanung in Fechenheim groß ist. Im Jahresverlauf haben zwei Stadtteilbegehungen mit Kindern der Heinrich-Kraft-Schule und mit Jugendlichen der Konrad-Haenisch-Schule stattgefunden; außerdem gab es ein Gespräch mit einer Seniorengruppe der TSG Fechenheim, einen Workshop sowie eine Abschlusssitzung im Juli 2014; ein Kurzbericht dokumentiert die Aktionen und Ergebnisse (s. rechte Spalte unter SEP Fechenheim).


Stadtteilbezogene Sportentwicklungsplanung für Niederrad

In Niederrad - mit über 23.000 Einwohnerinnen und Einwohnern achtgrößter Frankfurter Stadtteil - fand die SEP-Auftaktveranstaltung am 29. Mai 2015 statt. Dort sind Sport und Bewegung schon immer ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Stadtteillebens. Die 18 Niederräder Vereine zählen über 5.700 Mitglieder.

Ebenso wie in Fechenheim werden im Rahmen eines kooperativen Planungsprozesses mit Stadtteilbegehungen und einem Workshop Maßnahmen und Handlungsempfehlungen für den Stadtteil Niederrad erarbeitet. Stadtverwaltung, Politik, Sportvereine, Schule, Kindereinrichtungen und andere örtliche Institutionen sind beteiligt.
Eines der vorrangigen Ziele einer Sportentwicklungsplanung in einem Stadtteil ist die Gestaltung offen zugänglicher Sport- und Bewegungsräume in Wohnortnähe.

Mit dem Vorhaben zur Errichtung eines offen zugänglichen Sport- und Bürgerparks auf dem Gelände der Galopprennbahn wird eine Diskussion aufgegriffen, die seit Mitte der 1990er Jahre in der Sportwissenschaft unter dem Thema „familienfreundlicher Sportplatz“ geführt wird. Kern eines „familienfreundlichen Sportplatzes“ ist die Multifunktionalität und ein generationsübergreifendes Angebot an Sport- und Bewegungsräumen (s. auch B 256 und B 160 in der rechten Spalte).

Sportentwicklungsplanung Fechenheim, Workshop 2014  © IKPS
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Frankfurter Sportentwicklungsplanung - Anfänge und Dokumentation

Nach einer gründlichen Bestandsaufnahme der Sportinfrastruktur haben die beiden beteiligten sportwissenschaftlichen Institute mit einer repräsentativen Befragung Zufriedenheit bzw. Kritik/Änderungswünsche der Bürgerinnen und Bürger im Hinblick auf die bestehende Frankfurter Sportlandschaft in Erfahrung gebracht.
Vertreter/innen der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und der Stadtpolitik in Frankfurt haben die Ergebnisse gemeinsam mit dem Sportamt und den Instituten sorgfältig ausgewertet und diskutiert.

Aus den gewonnenen Erkenntnissen wurden Handlungsempfehlungen abgeleitet. Diese sind dokumentiert im "Abschlussbericht Sportentwicklungsplanung" - siehe rechte Spalte. Tipp: Am Anfang des fast 130 Seiten langen Werkes befindet sich eine vierseitige Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse.

Im Jahr 2012 wurden die Frankfurter Sportvereine befragt, wie sie ihre Lage einschätzen, welche Kooperationsmöglichkeiten sie in Erwägung ziehen und welchen Herausforderungen sie sich gegenübersehen. Es stellte sich heraus, dass ein erheblicher Teil der Vereine die Gewinnung ehrenamtlicher Helfer/innen für Vorstands- und Vereinsarbeit als größte Herausforderung wahrnimmt. Die Ergebnisdokumentation steht unter "Vereinsbefragung 2012 Abschlussbericht" in der rechten Spalte.

Der Magistratsbericht B 181 - ebenfalls in der rechten Spalte zu finden - bietet ausführliche Informationen darüber, was sich seit der Aufstellung der Sportentwicklungsplanung konkret in Sachen Umsetzung getan hat (Stand Frühjahr 2013); über den weiteren Fortgang im Jahr 2014 informiert der Magistratsbericht B 225 , über das Jahr 2015 der B 256, über 2016 der B 160 und über 2017 der B 283 (s. rechte Spalte).

Wenn Sie Fragen haben, klicken Sie auf "Kontakt" in der rechten Spalte und schicken Sie Ihre Fragen an das Sportamt.