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11.12.2013

Seniorenbeirat tagt im Römer

Auf Einladung des Oberbürgermeisters tagte der Seniorenbeirat im Dezember direkt im Römer. Der Oberbürgermeister bekräftigte gegenüber den Seniorenbeiräten sein Interesse an den Anliegen von Senioren. Er betonte, dass das weithin gerade von der Werbung proklamierte Bild des Ewig-Jungseins, dem Selbstverständnis der Älteren nicht entspreche. Er würdigte die Leistung, die die Älteren ja bereits für die Gesellschaft erbracht haben.

Erfreut zeigte sich der Seniorenbeirat über die Mitteilung, dass der Deutsche Seniorentag 2015 in Frankfurt stattfinden solle. Das Gremium hofft, dass es die Stadt bei der Gestaltung dieses Ereignisses unterstützen und mit eigenen Initiativen das Bild von Senioren in Frankfurt repräsentieren kann.

Peter Feldmann unterstützte auch die Forderungen der Seniorenbeiräte nach einer Aufwertung ihrer ehrenamtlichen Arbeit. Parteiübergreifend hatte das Stadtparlament eine solche Stärkung der ehrenamtlichen Seniorenarbeit bereits 2008 beschlossen. Deshalb zeigten sich die Seniorenbeiräte enttäuscht über die nun fünf Jahre später vom Magistrat vorgelegte neue Fassung der Satzung für die Seniorenbeiräte. Die einzige vom Seniorenbeirate begrüßte qualitative Änderung ist, dass die KAV nun auch Sitz und Stimmrecht erhalten soll. Nicht berücksichtigt wurden jedoch essentielle andere Punkte wie die Möglichkeit öffentlich zu tagen, Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben und ein Anregungsrecht gegenüber dem Stadtparlament. Die Satzung entspricht damit nicht dem in der vergangenen Wahlperiode in 2008 beschlossenen Antrag von CDU, SPD, Grünen, FDP und der Linken und daher auch nicht der damaligen Intention der Parteien.

Nach einstimmiger und parteiunabhängiger Meinung des Seniorenbeirates entspricht diese Fassung auch nicht dem Selbstverständnis des Gremiums, die sich als Interessenvertretung der Senioren und Seniorinnen in Frankfurt sehen möchte. Deshalb wurde die Satzung einstimmig von allen Seniorenbeiräten in der vorliegenden Form abgelehnt. In einem Initiativantrag fordert der Seniorenbeirat das Stadtparlament auf, die Satzung durch den Magistrat in Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat zu überarbeiten.

Um die Kommunikation untereinander und mit den Ämtern zu erleichtern, beschäftigte sich der Seniorenbeirat mit den Softwareproblemen der Mitglieder des Seniorenbeirates und bittet - wie die Mitarbeiter der Stadt - an einem gemeinsamen Softwarepaket beteiligt zu werden.

Zur intensiven Diskussion über Wohnungsprobleme der Senioren und Verkehrsprobleme wurden Arbeitsgruppen eingesetzt.

Über zahlreiche Fortbildungsveranstaltungen und seniorenrelevante Tagungen, die verschiedene Seniorenbeiräte besucht hatten, wurde informiert.

Renate Sterzel
- Vorsitzende des Seniorenbeirates -