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Seniorenbeiratssitzung am 8. Mai 2013

Verkehrsrisiko Oma??

Ins Polizeipräsidium war der Seniorenbeirat zu seiner Sitzung am 8. Mai eingeladen. Wir alle sind ja Verkehrsteilnehmer ob nun zu Fuß, zu Rad (neuerdings vielleicht auch mit einem schnellen Pedelec) oder mit dem Auto. Frau Schwalba gab den Seniorenbeiräten eine lebhafte Darstellung, was alles durch nachlassende Reaktionsfähigkeit, schlechteres Hören und Sehen im Alter an Unfällen im Straßenverkehr, aber auch in öffentlichen Verkehrsmitteln so passieren kann. Auch die Einnahme von Medikamenten, ohne die ja die meisten Senioren nicht mehr auskommen, kann die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen. Deshalb bieten verschiedene Verkehrsclubs wie die Verkehrswacht oder der ADAC sowohl Fahrfitness-Checks, aber auch Schulungen zum richtigen Verhalten beispielsweise beim Schleudern oder extremer Nässe an. Die Polizei empfiehlt gerade älteren Verkehrsteilnehmern, solche Schulungen zu besuchen. Es wurde nachgewiesen, dass sich im Alter die Verkehrssicherheit dadurch deutlich verbessern lässt. Ebenso sollte der richtige Umgang mit Rollatoren in Öffentlichen Verkehrsmitteln geübt werden. Von Seiten des Seniorenbeirates wurde noch einmal darum gebeten, dass insbesondere Busfahrer beim Anfahren und Bremsen auf behinderte Menschen achten sollen. Kontrovers wurde ein regelmäßiger Gesundheits- und Reaktionscheck beurteilt, wie er zum Behalten des Führerscheins in anderen Ländern im Alter notwendig ist. Einige Gemeinden bieten bei Abgabe des Führerscheins eine kostenlose Jahreskarte für die Öffentlichen Verkehrsmittel an, diese Möglichkeit scheint jedoch auf keine große Resonanz zu treffen.

Öffentlichkeitsarbeit des Seniorenbeirates

Intensiv wurden Möglichkeiten der Darstellung des Seniorenbeirates nach außen diskutiert.
Um die Vertreter des Seniorenbeirates in den Ortsteilen besser bekannt zu machen, hat die Geschäftsstelle die Seite der Seniorenzeitschrift mit der Vorstellung der Seniorenbeiräte vervielfältigt und in Altersheimen auslegen lassen.

Seniorengerechte Geschäfte

Erheblichen Informationsbedarf sah der Seniorenbeirat bei der Beurteilung der Geschäfte als "Seniorengerechte Geschäfte". Dazu wurden Materialien des Einzelhandelsverbandes verteilt, der eine Plakette "Generationenfreundliche Geschäfte" vergibt. Dazu wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die noch einmal eine möglichst praktikable und für die Seniorenbeiräte sinnvoll zu handhabende Anweisung erarbeiten soll. Wie aktuell die Thematik ist, zeigt, dass darüber auch auf dem Hessentag in Kassel diskutiert werden soll.

Anträge

Für die Beibehaltung des Zooeingangs in der Rhönstraße setzte sich der Seniorenbeirat in einem Antrag ein.

Beratungs- und Vermittlungsstelle
Welche Kriterien für den Wegfall der "Beratungs- und Vermittlungsstellen" bzw. der "Beratungsstellen für selbständige Lebensführung im Alter" ab 2014 entscheidend waren, will der Seniorenbeirat in einer Anfrage an die Sozialdezernentin wissen.

Stand des Seniorenbeirats beim 'Bunten Nachmittag' im Rahmen der Aktionswoche 'Älterwerden in Frankfurt' 2013, © Seniorenbeirat der Stadt Frankfurt am Main
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Aktionswoche "Älterwerden in Frankfurt" vom 3.-15 Juni 2013

Auch dieses Jahr wird wieder eine Aktionswoche "Älterwerden in Frankfurt" veranstaltet werden. Die Spannbreite der Angebote reicht von einer Fotoausstellung zum Thema "Mein schönster Treffpunkt im Stadtteil", über eine Fachtagung zum Thema "Männergesundheit" und einer weiteren über "Versorgungsbrüche in der Beratung von Senioren" bis hin zum allseits bekannten und beliebten bunten Nachmittag im Flair der "Wilden Siebziger". Dort wird sich der Seniorenbeirat auch wieder mit einem Stand präsentieren.

Renate H. Sterzel