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Bike im Trend

Logo Projekt Bike im Trend, © Stadt Frankfurt am Main<br />
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Mobil und sicher mit dem Rad zur Schule

Autos auf dem Fahrradweg, wuchernde Hecken, Einbahnstraßen und plötzlich endende Fahrradwege - vielfältige Hindernisse begegnen Schülerinnen und Schülern auf dem Weg zur Schule. Dies verunsichert junge Fahrradfahrerinnen und -fahrer im Straßenverkehr. Sie suchen sich eigene Wege oder verzichten ganz auf die Benutzung des Fahrrades.

Gerade bei Schülerinnen und Schülern ist es wichtig, frühzeitig das Fahrrad als flexibles, kostengünstiges und umweltfreundliches Verkehrsmittel ins Bewusstsein zu rücken. Denn nur wer bereits als Kind und Jugendlicher das Fahrradfahren zu schätzen gelernt hat, ist auch als Erwachsener bereit, das Rad zu nutzen. Dabei sollte natürlich betont werden, dass Radfahren Spaß macht, fit hält und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leistet - und damit auch ein Stück Lebensqualität ist.

Zur Erarbeitung von Schulwegplänen speziell für Rad fahrende Schülerinnen und Schüler geht das Stadtschulamt seit 1999 neue Wege in der Schulwegischerung. Mit dem Projekt "Bike im Trend - Mobil und sicher mit dem Rad zur Schule" wurde zusammen mit Umweltlernen in Frankfurt e.V. ein Konzept entwickelt, bei dem die Einbeziehung der Jugendlichen in den Planungsprozess ein wesentliches Element darstellt. Es ist ein Konzept, das sich bewährt hat, wie die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen.

Projekt-Ziele

Mit dem Projekt „Bike im Trend“ werden folgende Ziele verfolgt:

- den Schulweg für Rad fahrende Schüler/-innen sicherer zu machen,
- die Schüler/-innen an der Schulwegplanung zu beteiligen,
- die Fahrsicherheit der Schüler/-innen zu fördern,
- die Abstellmöglichkeiten für Räder an den Schulen zu verbessern,
- die Attraktivität des Fahrrades für die eigene Mobilität zu steigern.

Damit ist "Bike im Trend" ein beispielhaftes Projekt, das 2014 als Dekadeprojekt im Rahmen der UNESCO-Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet wurde.

Im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung werden das Fahrrad und der öffentliche Nahverkehr als wichtiger Teil einer zukunftsfähigen Mobilität behandelt und Kompetenzen für die aktive Gestaltung der Lebensumwelt gefördert.

Anknüpfend an Erfahrungen aus der Lebenswelt der Jugendlichen werden in Kooperation mit der Kommune verschiedene Handlungsfelder erarbeitet, detaillierte Verbesserungsvorschläge entwickelt und schließlich konkrete Maßnahmen umgesetzt. Dies ermöglicht die Vermittlung von Gestaltungskompetenz im Kontext von Kommunalentwicklung.

Beteiligung der Schülerinnen und Schüler

Die Schülerbeteiligung erfolgt in Projektwochen an mehreren weiterführenden Schulen benachbarter Stadtteile. Unter der Leitung von Umweltlernen in Frankfurt e.V. werden in Gruppen die täglichen Schulwege erkundet und Gefahrenstellen dokumentiert.

Darüber hinaus sind Verkehrssicherheit und umweltgerechtes Mobilitätsverhalten sowie ein gemeinsam geplanter Fahrradausflug in den Frankfurter GrünGürtel Themen der Projektwochen. Weiterhin stehen Fahrgeschicklichkeitsübungen und kleine Fahrradreparaturen sowie die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs auf dem Programm.

Abschließend werden die Ergebnisse auf Plakaten dokumentiert und präsentiert.

Schülerinnen und Schüler werden dabei als Spezialisten für ihren Schulweg ernst genommen. Sie können aus ihrem alltäglichen Erfahrungsbereich heraus kompetent Problemstellen aufdecken. Die Schulweganalyse von Jugendlichen für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler bildet deshalb die Grundlage für die Erstellung eines Schulwegplanes für das Fahren mit dem Rad.

Beirat und Kooperationspartner

Die Ergebnisse der gemeinsamen Schulweg-Erkundungen werden von einer ämterübergreifenden Arbeitsgruppe, dem BiT-Beirat, bearbeitet. Die dokumentierten Gefahrenpunkte werden untersucht, die vorgeschlagenen Lösungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Situation geprüft und nach Möglichkeit umgesetzt. Im Beirat werden die hierzu erforderlichen Maßnahmen vereinbart. Nützliche, aber kurzfristig nicht umsetzbare Vorschläge werden dokumentiert und finden Berücksichtigung bei späteren Planungen.

Im Bit-Beirat arbeiten folgende Institutionen mit:

Stadt Frankfurt am Main
Amt für Straßenbau und Erschließung, Grünflächenamt, Stadtschulamt, Radfahrbüro im Straßenverkehrsamt

Staatliches Schulamt für die Stadt Frankfurt am Main
Fachberater für Mobilitätserziehung

Polizei
Polizeipräsidium Frankfurt, Direktion Verkehrssicherheit

Umweltlernen in Frankfurt e.V.

Bei den Projektwochen in den Schulen sind weitere Kooperationspartner beteiligt:

traffiQ - Lokale Nahverkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbh

Bike Point des Internationalen Bundes (Qualifizierungsprojekt für Jugendliche)

Schulwegpläne für Radfahrerinnen und Radfahrer

Bisher fanden Bike im Trend-Projektwochen an 24 Schulen in 22 Stadtteilen erfolgreich statt. Als Ergebnis stehen folgende Schulwegpläne für Radfahrerinnen und -fahrer zur Verfügung:

Mitte/Nord:
Dornbusch/Eschersheim/Eckenheim/Preungesheim/Frankfurter Berg
Mitte-West:
Westend, Bockenheim, Gallus
Mitte/Ost:
Nordend/Bornheim/Ostend
West:
Sossenheim/Höchst/Unterliederbach
Ost:
Bergen-Enkheim/Fechenheim
Süd:
Sachsenhausen/Oberrad
Süd-West:
Nied/Griesheim/Schwanheim
Nord:
Heddernheim/Niederursel/Kalbach-Riedberg/Bonames/Harheim/Berkersheim/Eschersheim
Nord-West:
Heddernheim/Praunheim/Hausen/Rödelheim

Ansprechpartner bei Umweltlernen in Frankfurt e.V.
 
Link-IconJürgen Blum
Telefon:+49 (0)69 212 30130
E-Mail:Link-Iconjuergen.blum [At] stadt-frankfurt [Punkt] de