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Frankfurt als Stadt des Weltaktionsprogramms BNE ausgezeichnet

Die Deutsche UNESCO-Kommission und das Bundesministerium für Bildung und Forschung haben Frankfurt am Main am 11. Juli 2016 beim ersten Agendakongress Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als in besonderem Maße aktive Kommune des Weltaktionsprogramms BNE als eine von neun Kommunen ausgezeichnet. Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanka hob hervor: „Erstmalig ehren wir Kommunen, Netzwerke und Lernorte, die stabile Strukturen und eine Verstetigung über BNE-Aktivitäten erreicht haben oder anstreben. Denn nur so kommen wir unserem Ziel näher, insgesamt eine nachhaltige Gesellschaft zu werden.“

UNESCO-Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung

Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat 2014 beschlossen, die Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ als Weltaktionsprogramm (WAP-BNE) fortzusetzen. Ziel dieser Initiative ist laut UN sowohl die Bildung als Grundlage für eine nachhaltige Gesellschaft zu fördern, als auch die nachhaltige Entwicklung in alle Stufen des Bildungssystems zu integrieren.

Vom Kindergarten über die Grundschule bis zur Universität wie auch in der Erwachsenenbildung und in der nicht-formellen Bildung soll damit das Thema der Nachhaltigen Entwicklung noch besser verankert werden. Die Komplexität und die Verbindungen von Problemen (Armut, Artensterben, Konsumismus, Umweltverschmutzung, Ungleichheit der Geschlechter, Globalisierung, …), die unsere Zukunft bedrohen für alle bewusster zu machen, dies ist das erklärte Leitziel der Bildungsdekade für Nachhaltige Entwicklung.

Nachhaltig ist eine Entwicklung, "die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen" - so definierte die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung unter Leitung der früheren norwegischen Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland 1987 den Begriff Nachhaltigkeit. Soziale Gerechtigkeit, ökologische Verträglichkeit und ökonomische Leistungsfähigkeit sind gleichrangige Ziele des Konzeptes ("Dreieck der Nachhaltigkeit").